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| 08:15 Uhr

Filmschau
5 MINUTEN gewinnt die 15. Cottbuser FilmSchau

Im prall gefüllten Filmtheater Weltspiegel zeichnete die Jury das Regie-Trio Leni Blohm, Mavie Brandt und Henriette Beyer für den authentischen Kurzfilm 5 MINUTEN mit dem Hauptpreis aus.
Im prall gefüllten Filmtheater Weltspiegel zeichnete die Jury das Regie-Trio Leni Blohm, Mavie Brandt und Henriette Beyer für den authentischen Kurzfilm 5 MINUTEN mit dem Hauptpreis aus. FOTO: Michael Helbig
Cottbus. Im prall gefüllten Filmtheater Weltspiegel zeichnete die Jury das Regie-Trio Leni Blohm, Mavie Brandt und Henriette Beyer für den authentischen Kurzfilm „5 MINUTEN“ mit dem Hauptpreis aus. Das Erstlingswerk „HEIMATLIEBE“ sicherte sich gleich zwei Preise beim 15. Jubiläum der Cottbuser FilmSchau. Von Rüdiger Hofmann

Insgesamt 17 Kurzfilme gingen ins Rennen, eingereicht von cineastischen Talenten und ambitionierten Filmemachern aus der Lausitz. Zwei Werke dürfen sich als große Sieger desAbends fühlen. Den Hauptpreis im Wert von 1.500 EUR, gestiftet von arvato Services Cottbus GmbH, sicherte sich am Abend des 6. November „5 MINUTEN“ von Leni Blohm, Mavie Brandt und Henriette Beyer. Die Jury, bestehend aus Christine Häußler, der Produzentin des diesjährigen Festivaltrailers des FilmFestival Cottbus, dem Cottbuser Medien- und Kulturwissenschaftler Daniel Kubick und Matthias Heine, dem stellvertretenden Theaterleiter des piccolo Theater, begründete ihre Entscheidung für das Filmdebüt wie folgt: „5 MINUTEN hat uns unglaublich bewegt. Jeder hat mal seine 5 Minuten – und das zeigt uns dieser Kurzfilm!“

Gleich einen Doppelsieg landete „HEIMATLIEBE“ vom Regie-Duo David Lay und Laura Witte. Im Debüt der beiden Regietalente wehrt sich einer gegen viele. Ein sorbischer Jugendlicherverteidigt sein Kulturerbe gegen rechte Aggression. Damit sicherte sich der Kurzfilm die Gunst des Publikums (und damit einen Einkaufsgutschein im Wert von 250 Euro, gestiftet von der SpreeGalerie Cottbus) und den Sonderpreis der Stiftung für das sorbische Volk, der mit 1.000 EUR dotiert ist. Die Jury lobte „das Spiel mit den Stereotypen und wie HEIMATLIEBE das schwierige Thema auf leichte Art und Weise mit Humor angeht.“

Erstmals führte Max Wuttge durch den Abend, der auch der Filmschau und dem FilmFestival Cottbus sehr verbunden ist. Der 24-jährige Cottbuser war 2011 in der Produktion „Blaue Stunde“ als Schauspieler zu sehen und 2015 bei der Cottbuser FilmSchau mit der Reportage „Angst im Gepäck“ als Regisseur vertreten. Beim 25. FilmFestival Cottbus war er zudem Gastkritiker und in der radioeins-Sendung bei Knut Elstermann zu Gast. Die Cottbuser FilmSchau gilt als inoffizieller Auftakt des Filmfestivals. Der lokale Kurzfilmwettbewerb blickt sich in der eigenen Stadt und Region um und bietet den lokalen Filmschaffenden die große Weltspiegel-Bühne. Zu sehen sind dort Kurzfilme von maximal 15 Minuten Länge.

Das 27. FilmFestival Cottbus findet vom heute an bis zum 12. November 2017 statt. In drei Wettbewerben konkurrieren Werke um die begehrte Preisskulptur LUBINA (sorbisch: die Liebreizende). Über 20.000 Zuschauer besuchen jedes Jahr das Festival des osteuropäischen Films in Cottbus. Maßgeblich unterstützt wird das 27. FilmFestival Cottbus vom Medienboard Berlin-Brandenburg, der Stadt Cottbus, dem Auswärtigen Amt und dem Creative Europe-Programm der Europäischen Union.