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| 19:20 Uhr

Reitsport
48. Auflage des Pfingstturniers in Sielow

Cottbus. 120 Reiter, einige hundert Pferde, mehrere tausend Besucher: das Wochenende in Sielow wird turbulent.

Die ersten Stallzelte stehen, Heu und Stroh für knapp 130 Gästepferde liegen parat und die rund 40 ehrenamtlichen Helfer um Vereinschef Dieter Pumpa legen letzte Hand an, um das Sielower Reitstadion auf den Ansturm von Reitern und Besuchern vorzubereiten.

„In diesem Jahr war es ein besonders hartes Stück Arbeit, den Etat für diese Großveranstaltung zusammenzubekommen“, sagt Dieter Pumpa. Seit elf Monaten arbeitet er mit seinen engsten Vertrauten an der Vorbereitung des Turniers. Vieles ist Routine, nach 48 Jahren hat sich manches eingespielt. Die Finanzierung aber ist jedes Jahr ein besonderes Abenteuer. „Letztlich können wir aber auf die gute Unterstützung durch die Stadt, das Land und zahlreiche treue Sponsoren zählen“, so der Veranstalter.

Denn noch bevor es am Freitag, 18. Mai, pünktlich um 9 Uhr heißt: „Herzlich willkommen zur ersten Prüfung des 48. Pfingstturniers in Sielow“, müssen Richter und Parcoursbauer engagiert werden, es braucht Zelte und einen Vip-Bereich, verpflichtend ist die Anwesenheit von Sanitätern, mindestens einem Arzt, einem Tierarzt und einem Hufschmied. „Der Aufwand ist immens“, sagt Dieter Pumpa. „Aber wenn die ersten Pferdetransporter auf den Hof rollen, mit Gästen von der Ostseeküste, aus Niedersachsen oder Polen, dann weiß man immer, dass sich die Arbeit gelohnt hat.“

Rund 800 Starts sind von Freitag bis Sonntag geplant, in Springen der Klassen A* bis S**. Für Pferdekenner wie für Laien gleichermaßen spannend sind die sechs Springen der schweren Klasse – mal unter Flutlicht, mal auf der Jagd nach Punkten oder um den Großen Preis der Sparkasse Spree-Neiße, bei dem es Höhen von 1,45 Meter zu überwinden gilt. Neben den zahlreichen S-Springen schätzen viele Reiter besonders auch die Möglichkeit, ihren Pferdenachwuchs in Sielow für das Bundeschampionat der Springpferde in Warendorf zu qualifizieren – Nachweis für die außerordentliche Qualität eines Pferdes, der sich zudem deutlich im Wert des Tieres niederschlägt.

Neben den Profireitern aus ganz Deutschland, Polen, Griechenland, Südafrika und Schweden kommt auch der reiterliche Nachwuchs aus Cottbus und Spree-Neiße in Sielow zu seinem Recht. Dieter Pumpa: „Wie gewohnt, bieten wir den Startern aus der Region zwei Prüfungen der niedrigeren Klassen an. So haben sie die Chance, unter Top-Bedingungen auf demselben Platz zu starten wie Derby- und Nationenpreisreiter.“ Da diese Nachwuchs-Prüfungen im vergangenen Jahr jeweils weit über 70 Teilnehmer hatten, wurde dieses Jahr die Zahl der Starter begrenzt, um den Zuschauern mehr Abwechslung zu bieten.

Abwechslung finden sie auch zwischen den einzelnen Wettbewerben, beim Ponyreiten für Kinder (Samstag- und Sonntagnachmittag), beim großen Kutschenkorso, den die Drebkauer Fahrsportler rund um den Unternehmer Torsten Koalick organisieren (Freitag um 19.30 Uhr) oder bei den Partys im Festzelt: Freitag im Anschluss an das Flutlicht-Springen um 22 Uhr, Sonnabend ab 21 Uhr mit der Showband „nAund.“

Am Sonntag um 13.45 Uhr spielt der Vogtländische Schalmeienzug Auerbach auf, die Schirmherren des Turniers sind ebenfalls anwesend.

Springprüfungen ab 9 Uhr.

Freitag, 18. Mai: Eintritt frei

Samstag, 19. Mai Tageskarte:
5 Euro (ermäßigt 4 Euro),

Sonntag, 20. Mai Tageskarte:
6 Euro (ermäßigt 5 Euro).

(hil)