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| 15:25 Uhr

15. Drebkauer Kreisel
Drebkauer Radler begrüßen den Frühling

 Jubel über die Urkunde, die jeder Teilnehmer bekam, und über den Spaß, die die Laubster beim Drebkauer Kreisel am Sonntag unterwegs hatten – hier an ihrer Endstation im heimischen Laubst.
Jubel über die Urkunde, die jeder Teilnehmer bekam, und über den Spaß, die die Laubster beim Drebkauer Kreisel am Sonntag unterwegs hatten – hier an ihrer Endstation im heimischen Laubst. FOTO: Marion Hirche
Drebkau. 441 Starter beim 15. Drebkauer Kreisel am Start. Beste Beteiligung im Ortsteil Siewisch mit fast einem Viertel der Einwohner. Von Marion Hirche

(jul) Zum 15. Mal fand am Sonntag der Drebkauer Kreisel statt. Bei diesem Volksradeln kann jeder Teilnehmer die vorbereiteten Stempelstellen im  Drebkauer Stadtgebiet anfahren. Wer vier Stempel sammelt, kommt in die Wertung für seinen Heimatortsteil. Dieses Jahr gab es zehn Orte, wo man die begehrten Nachweise sammeln konnte.

Den offiziellen Startschuss gab Bürgermeister Paul Köhne an der Steinitztreppe im Drebkauer  Ortsteil Steinitz. Für die Kreiselstarter winkten hier noch zwei weitere Attraktionen: Jeder, der hier oben losradelte, bekam den Steinitzer Alpenpass und nahm dabei an der Extraverlosung eines Pokals sowie von weiteren Preisen teil.

Zudem bot das Unternehmen „Prima Abenteuer“ erstmals das Abseilen an – von einer Plattform aus, die einer Förderbrücken glich. Es ging 30 Meter in die Tiefe. Als ersten Mutigen konnten die Männer und Frauen um Holger Köchl den  14-jährigen Florian Kahle begrüßen. „Das hat Spaß gemacht, ich wollte das unbedingt machen“, meinte der junge Mann, der dann mit seiner Familie auf Drebkau-Radelrundkurs ging. Beim Bergmannstag am 7. Juli in Steinitz soll es  wieder Abseilangebote geben.

Während Florian noch in den „Seilen hing“, nahm der Volkssportwettbewerb von allen Stationen aus richtig Fahrt auf. Am Ende waren es 441 Starter im Alter zwischen drei und 84 Jahren, die auf die Strecke gingen. Wer die ganze Runde, so wie Hans-Joachim Nothing aus Jehserig, drehte, hatte am Ende mehr als 55 Kilometer in den Beinen.

Stempelpunkte  waren in Rehnsdorf, Auras, Leuthen, Laubst, Casel, Raakow, Siewisch, erstmals in Illmersdorf und in Laasow als einzige nicht Drebkauer Haltestelle.

Aus Steinitz waren Holger, Anett und Paula Stelzer dabei. Die Familie wurde von ihren Freunden Gunnar, Ines und Niklas aus Welzow unterstützt.  Holger Stolzer hatte auch eine gute Begründung für die Teilnahme: „Das ist jedes Jahr wie bei einem Klassentreffen“. Maik Thiel fuhr mit seinem Velomobil mit.

Zu den Hinguckern gehörten die  Laubster. Ihre große Truppe radelte auf Frühlingsspuren. Dementsprechend hatten sie bereits am Sonnabend ihre Fahrräder ausstaffiert. Einige mit den nötigen Utensilien für den Frühjahrsputz in Haus und Garten und wie bei Anja Buchholz den Dorfteich mit Entenkindern auf dem Gepäckträger und das Storchennest im Fahrradkorb. Am Ende des Tages sahnten sie das 50-Liter-Bierfass ab, gestiftet vom Bundestagsabgeordneten Ulrich Freese (SPD), für die lustigste Truppe  2019.

An allen Stempelstellen sorgten viele fleißige Helfer dafür, dass den Startern ein Verwöhnangebot zur Verfügung stand. Eibrötchen in Leuthen, Soljanka in Illmersdorf,  Bratwurst in Raakow, Käsesuppe in Rehnsdorf, Plinse und frisch gebackenes Brot in Auras, leckerer Kuchen in Laasow und in Casel – überall gab es leckere Angebote, die genutzt wurden. „Wir haben sechs 10-Liter-Eimer Plinsteig eingerührt und der ist alle“, resümierte Ines Schubert an der Auraser Futterkrippe. Am Ende des Sonntags trafen sich viele Teilnehmer zur Auswertung auf dem Steinitzhof. Die Schorbuser sahnten den erstmals von der Sparkasse Spree-Neiße gestifteten Pokal ab für die meisten Sportler, die den Gräbendorfer See umrundet hatten.

Prozentual zur Einwohnerzahl  hatten nun schon zum dritten Mal in Folge die Siewischer die Nase vorn. Insgesamt 23,18 Prozent ihrer Einwohner fuhren am Sonntag mit. Dafür gab es den begehrten Pokal der VR Bank Lausitz. Über Prämien konnten sich auch die Platzierten freuen, auf Rang Zwei die Schorbuser und jubelnd die Domsdorfer auf Platz Drei.

„Es war wieder ein sehr schöner Wettbewerb. Ich danke vor allem den vielen freiwilligen Helfern, ohne die das natürlich nicht möglich wäre“, bedankte sich Drebkaus Bürgermeister am Ende der Siegerehrung auch im Beisein  des Landtagsabgeordneten Wolfgang Roick (SPD) und des Spree-Neiße–Landrats Harald Altekrüger (CDU).

 Jubel über die Urkunde, die jeder Teilnehmer bekam, und über den Spaß, den die Laubster beim Drebkauer Kreisel am Sonntag unterwegs hatten – hier an ihrer Endstation im heimischen Laubst.
Jubel über die Urkunde, die jeder Teilnehmer bekam, und über den Spaß, den die Laubster beim Drebkauer Kreisel am Sonntag unterwegs hatten – hier an ihrer Endstation im heimischen Laubst. FOTO: Marion Hirche