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315 Bewerber wollen im Mai ins Cottbuser Stadtparlament

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Cottbus. Bei der Kommunalwahl am 25. Mai bewerben sich 315 Personen für einen der 48 Sitze im Stadtparlament. Die Mehrzahl der Vorschläge kommt zwar aus den etablierten Parteien, aber auch kleine Vereinigungen haben es auf die Wahlzettel geschafft. Peggy Kompalla

Dabei galt es einige Hürden zu nehmen. Das gelang nicht allen, wie der Wahlausschuss am Donnerstagnachmittag festhalten musste. Sieben Kandidaten wurden nicht zugelassen. Dagegen können sie zwei Tage lang Einspruch einlegen. Die Frist läuft am Samstag um Mitternacht ab.

Zu den bereits bekannteren Neulingen, die ins Stadtparlament wollen, gehört die Alternative für Deutschland (AfD). Die Wählervereinigung Sozialer Umbruch (SUB) war bereits bei der Kommunalwahl 2008 angetreten, hatte aber keinen Kandidaten ins Parlament bekommen. Nun versucht sie es erneut und hat sich dafür mit der Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative (Die Partei) zu einer Listenvereinigung zusammengeschlossen. Eine zweite Listenvereinigung bilden die Aktiven unabhängigen Bürger (AUB) mit den Freien Wählern und der Familienpartei.

Gescheitert ist die Deutsche Kommunistische Partei (DKP) genauso wie der exotische Verein zur Förderung des Rechtsverstandes in der Bevölkerung. Ihre Kandidaten erhielten nicht die erforderlichen Unterstützerunterschriften. Die schreibt das Landeswahlgesetz für Bewerber vor, die nicht einer etablierten Partei angehören. Daran scheiterte auch ein SUB-Kandidat. Deshalb gab es im Wahlausschuss Kritik. Lars Krause (Die Partei) erklärte: "Die Öffnungszeiten waren viel zu knapp." Darüber hinaus sei das Wahlamt bei den meisten Cottbusern unbekannt. "Es wäre einfacher gewesen, wenn man die Unterschriften im Bürgerbüro hätte abgeben können", so Krause. "Wir haben davon Abstand genommen, mit einem Notar durch die Stadt zu laufen." Die Unterschriften müssen laut Gesetz beglaubigt sein.