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| 15:59 Uhr

1500 Gegendemonstranten stehen 50 Neonazis gegenüber

Cottbus bekennt Farbe
Cottbus bekennt Farbe FOTO: Kompalla
Cottbus. Die Rechtsextremisten mit NPD-Funktionär Ronny Zasowk brachten in diesem Jahr zu ihrem geschichterevisionistischen Gedenken anlässlich des Bombenangriffes auf Cottbus 1945 nur rund 50 Anhänger auf die Straße. sim

In den vergangenen Jahren waren es noch um die 200 bis 300 Neonazis gewesen, die an einem "Trauermarsch" teilnahmen. Doch Gegendemonstranten hatten durch massive Blockaden zunehmend verhindert, dass sie nennenswerte Strecken laufen konnten. Vermutlich deshalb meldeten die Extremisten in diesem Jahr nur noch eine stationäre Kundgebung am Sportlerdenkmal hinter dem Sportzentrum in Cottbus an.

Die Extremisten sammelten sich am Mittag am Bahnhof, wo ihnen über 1500 Gegendemonstranten gegenüberstanden. Zu ihrem angemeldeten Kundgebungsort konnten sie nur unter Polizeischutz in kleinen Gruppen über Umwege gelangen. Linke Gegendemonstranten, die in der Nähe des Carl-Thiem-Klinikums versuchten, die Straße zu blockieren, lieferten sich zum Teil Rangeleien mit der Polizei.

Am Sportlerdenkmal brüllte Zasowk mit einem Megafon gegen die Gegendemonstranten an, die inzwischen vor der Vattenfallzentrale ihre Kundgebung abhielten und die Extremisten mit Pfiffen und "Nazis raus"-Rufen empfingen. Nach einer Stunde traten die Rechtsextremisten erneut über Umwege und unter Polizeischutz den Rückweg zum Bahnhof an.

Video: Schwenk über die Demonstranten am Sportzentrum