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| 12:16 Uhr

Projekt Herausforderung – ein Tagebuch
15-Jährige starten per Rad von Cottbus zur Zugspitze

Projekt Herausforderung: Albert Pohl und Jakob Wegner machen sich heute vom Evangelischen Gymnasium aus auf den Weg.
Projekt Herausforderung: Albert Pohl und Jakob Wegner machen sich heute vom Evangelischen Gymnasium aus auf den Weg. FOTO: Jacob Wegner
Cottbus. Albert Pohl und Jakob Wegner, Schüler der 9. Klasse der Evangelischen Schule Cottbus, sind gemeinsam mit einem Betreuer mit dem Fahrrad zur Zugspitze unterwegs. Damit beteiligen sich die 15-jährigen Gymnasiasten am „Projekt Herausforderung“. Hier berichten wir über ihre Tour.

21. Juni

Das berichten Albert Pohl und Jakob Wegner der RUNDSCHAU am Donnerstag: „Es begann mit dem Abbau unserer Zelte in Stangendorf. Nach einem ausgiebigen Frühstück machten wir uns auf nach Zwickau, um von dort mit dem Flix Bus nach München zu fahren. Glücklicherweise konnten wir alle Unterkünfte von München bis Garmisch-Partenkirchen organisieren. Nun werden wir voraussichtlich am Sonntag auf der Zugspitze sein. In München haben wir die Möglichkeit, kostenfreie Versorgung zu nutzen, somit müssen wir unser Reisebudget nicht weiter anreißen, denn dieses beträgt im Moment nur noch 125 Euro. Davon wollen wir natürlich auch noch die Seilbahn-Tickets im Wert von 78 Euro auf die Zugspitze finanzieren. Bis dahin müssen wir pro Tag rund 60 Kilometer mit dem Rad zurücklegen.“

20. Juni

Am Mittwoch meldeten sich Albert Pohl und Jakob mit einer Nachricht von einer wichtigen Entscheidung bei der RUNDSCHAU: „Der zweite Tag, war sehr anstrengend für uns, da unsere Strecke von vielen Bergen und Tälern gekennzeichnet war. Eine besondere Herausforderung für uns, stellte die Tatsache dar, dass unser Begleiter aufgrund seines Fahrrads Schwierigkeiten mit der Strecke hatte. Komplett erschöpft haben wir gegen 20 Uhr Stangendorf erreicht und unsere Zelte aufgeschlagen. Für uns war an diesem Abend klar, dass wir unsere Tour so nicht fortsetzen können.

Wir haben uns beraten und kamen zu dem Entschluss, dass wir die Planung ändern und am Mittwoch einen Ruhetag eingelegt haben. So konnten wir Schlaf nachholen. Unser Betreuer besorgte sich ein neues Fahrrad. Unser Vorhaben ist es, am Donnerstag mit dem Bus nach München zu fahren, dieses Ticket kostet uns 90 Euro und ist der Grund dafür, dass unser Reisebudget nur noch 127 Euro beträgt.

Dennoch sind wir zuversichtlich, dass wir die Aussicht von der Zugspitze am Montag genießen können. Nun stellen wir uns die Fragen, ob wir nicht im Vorfeld mehr trainieren hätten müssen.“

19. Juni

Am Dienstagabend meldeten sich Albert Pohl und Jakob Wegner aus dem tiefen Sachsen bei der RUNDSCHAU: „An unserem ersten Abend wurden wir von unserer Gastfamilie nett empfangen. Wir aßen dort Abendbrot und legten uns sehr erschöpft gegen 23.30 Uhr schlafen. Eigentlich sollten wir dort Kleinigkeiten wie Regale streichen erledigen, aber da wir ziemlich spät dort ankamen, hatten unsere Gastgeber Erbarmen. Am nächsten Morgen ist uns klar geworden, dass wir zu viel Gepäck bei uns haben und, dass die folgenden Etappen viele Steigungen haben werden. Somit haben wir beschlossen, dass wir unnötigen Ballast zurücklassen. Nach einem stärkenden Frühstück ging unsere zweite Etappe los, diese ging von Radebeul nach Stangendorf, welches eine Distanz von ca. 110 Kilometern war und quer durch Sachsen führt. Kurz nach Radebeul mussten wir mit einer Fähre die Elbe überqueren, was bedeutet, das wir unser erstes Geld ausgegeben haben.“

18. Juni

Albert Pohl und Jakob Wegner, Schüler der 9. Klasse der Evangelischen Schule Cottbus,  starten heute, am 18. Juni, gemeinsam mit einem Betreuer mit dem Fahrrad zur Zugspitze. Damit beteiligen sich die 15-jährigen Gymnasiasten am „Projekt Herausforderung“. Das Ziel, so die Kriterien, soll mindestens 50 Kilometer von Cottbus entfernt sein. Jeder Schüler hat 100 Euro für knapp 14 Tage zur Verfügung. Damit soll alles, was in diesem Zeitraum an Kosten entsteht, bezahlt werden. „Unsere erste Streckenetappe endet in Radebeul. Dort können wir im Garten einer Schulleiterin zelten. Wie wir telefonisch erfahren haben, hat sie auch ein paar Aufgaben für uns, die wir dann als Dankeschön erledigen werden“, berichten die Schüler. Es gehe dann weiter südlich über Stangendorf (am Rande des Vogtlands), Neualbenreuth (Nordbayern), Nittenau, Haselfurth, München nach Garmisch-Patenkirchen zur Zugspitze.

Die Rückfahrt erfolgt ab München bis Dresden mit dem Flixbus. Durchschnittlich beträgt die Fahrstrecke pro Tag 110 km. „Wir werden bei Kirchgemeinden, auf Zeltplätzen und bei Verwandten übernachten und bemühen uns, möglichst alle Unterkünfte kostenfrei nutzen zu können und bieten dafür ehrenamtliche Hilfe als Dank an“, verraten die beiden Gymnasiasten, die zwar Sportler, aber noch nie eine solch lange Distanz mit dem Fahrrad gefahren sind.

Am Montagabend meldeten sich die Abenteurer kurz vor ihrem ersten Etappenziel bei der RUNDSCHAU. „Wir werden voraussichtlich um 19 Uhr in Radebeul ankommen“, teilte Jakob Wegner mit. Unterwegs hätten sie nette Menschen kennenglernt, die ihnen den Weg wiesen oder die Wasservorräte auffüllten. Übernachten wollten die drei im Garten einer Schulleiterin.