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120 Kinder kommen in Cottbus an die Macht

In der Dissenchener Grundschule wurden kürzlich die Stimmen bei der Delegiertenwahl ausgezählt.
In der Dissenchener Grundschule wurden kürzlich die Stimmen bei der Delegiertenwahl ausgezählt. FOTO: Nocon
Cottbus. Cottbuser Kinder sollen mehr Mitspracherecht erhalten. Deshalb findet am 16. April die zweite Kinderkonferenz statt. Daran nehmen 120 Schüler der ersten bis sechsten Klassen teil. Bereits im Vorfeld haben die Kinder eigene Themenschwerpunkte gesetzt. Peggy Kompalla

Die lassen aufhorchen. So wollen sie darüber diskutieren, wie die Schulspeisung verbessert werden kann. Die Kinder wollen Designer sein. Sprich: Ihre Schulen wirklich mitgestalten. Sie kritisieren sie, dass Klassensprecher eigentlich nichts zu sagen haben, was sich ändern sollte. Während der Konferenz soll zudem geklärt werden, wie Flüchtlingskindern in Cottbus geholfen werden kann.

Nach der landesweit viel beachteten Premiere im Jahr 2013 geht die Konferenz professioneller in die zweite Runde. Das berichtet Marianne Materna, die Kinder- und Jugendbeauftragten der Stadt. Soll heißen: Die Erwachsenen haben deutlich weniger zu sagen. Marianne Materna erklärt: "Wir wollen langfristig feste Strukturen und eine Plattform für Mitsprache für Kinder und Jugendliche entwickeln." Die Schulen sind mit im Boot. So gibt es ein Unterrichtsmodul, in dem die Kinder lernen, was Demokratie ist und wie sie funktioniert. Zudem wurden Schulpaten bestimmt und eine Steuerungsgruppe. Sie sollen dafür sorgen, dass die Projektideen weiterverfolgt und umgesetzt werden.