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Frauenhaus
Vertraulich: Spurensicherung nach einer Vergewaltigung

Cottbus. Bei der medizinischen Soforthilfe und vertraulichen Spurensicherung nach einer Vergewaltigung handelt es sich um die Möglichkeit, innerhalb von 48 Stunden nach einer Vergewaltigung medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen und gleichzeitig die Beweise vertraulich, also anonym, für maximal drei Jahre sichern zu lassen. „Damit besteht die Möglichkeit, auch später noch Anzeige bei der Polizei zu erstatten“, informiert die Cottbuser Gleichstellungsbeauftragte Sabine Hiekel. Hannelore Grogorick

In Cottbus ist diese Hilfe am Carl-Thiem-Klinikum (Telefon 0355♦460) möglich. Betroffene Personen können sich bei der Notaufnahme im Krankenhaus melden und nennen den Schlüsselsatz: „Ich brauche dringend ein Gespräch mit einer Gynäkologin“ (Frau), „Ich brauche dringend ein Gespräch mit einem Urologen“ (Mann). Dann werden die Betroffenen unverzüglich zur entsprechenden Station weitergeleitet.

Die erhobenen Spuren werden dann unter einem Code aufbewahrt, den nur die betroffene Person freigeben kann und könnten bei eventuellem späterem Entschluss zur Anzeige genutzt werden.

Weitere Informationen zur Hilfe nach einer Vergewaltigung sind erhältlich unter: www.hilfe-nach-­vergewaltigung-brandenburg.de