ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 21:20 Uhr

Bergbaurekultivierung
„Kohle“ für die Zeit danach

Blick in den Tagebau Jänschwalde – die Leag soll die Kosten für die Rekultivierung absichern.
Blick in den Tagebau Jänschwalde – die Leag soll die Kosten für die Rekultivierung absichern. FOTO: dpa / Patrick Pleul
Cottbus. Nach Sachsen fordert auch Brandenburg von der Leag die Absicherung der Rekultivierungskosten.

Auf den Lausitzer Energiekonzern Leag kommen höhere Anforderungen zur Absicherung von Rekultivierungskosten zu. Laut einer Mitteilung der Brandenburger Landtagsfraktion Bündnis 90/Grüne verlangt das Land ein Konzept zur finanziellen Absicherung für die Rekultivierung des Tagebaus Welzow-Süd. Laut Wirtschaftsminister Albrecht Gerber (SPD), so die Grünen, soll das Konzept 2019 vorliegen, wenn das Unternehmen den ab 2020 geltenden Hauptbetriebsplan für Welzow-Süd beantragt.

Diese Verfahrensweise entspricht dem inzwischen praktizierten Vorgehen des Sächsischen Oberbergamtes (Soba). Die sächsische Bergbehörde verband den Ende 2017 erteilten Hauptbetriebsplan 2018/19 für den Tagebau Nochten mit der Verpflichtung der Leag, bis 30. Juni 2018 ebenfalls ein Konzept zur Absicherung der Rekultivierungskosten für Nochten einzureichen. Auf dieser Grundlage soll bis spätestens Ende September eine Vorsorgevereinbarung abgeschlossen werden.

Im Herbst soll außerdem ein Gutachten des Brandenburger Landesbergamtes zur Vorsorge für die Rekultivierung des gesamten aktiven Bergbaus nördlich der Grenze zu Sachsen vorgelegt werden. Grobe Schätzungen des Wirtschaftsministeriums gehen von Gesamtkosten um drei Milliarden Euro aus.

Bündnis 90/Grüne fordern schon länger eine insolvenzfeste Absicherung der Rekultivierungskosten. Beim Braunkohletagebau wird während des Betriebes mit der Wiedernutzbarmachung ausgekohlter Flächen begonnen. Im laufenden Betrieb wird auch das Geld für die Schlusssanierung verdient.