Viele trugen bunte, fantasievolle Kostüme und ließen sich auch vom Nieselregen nicht davon abhalten, über den von Pfützen bedeckten Asphalt zu tanzen. Als Clowns, Bienen oder auch schwarzbunte Kühe verkleidet, warfen sie Kusshändchen in die Menge und winkten.

Der Karneval-Verband Lausitz hatte beim 18. „Zug der fröhlichen Leute“ mit etwa 100 000 Schaulustigen gerechnet. Der Zug stand in diesem Jahr im Zeichen der Finanzkrise, über die sich etliche Motivwagen lustig machten. So rollte beispielsweise in Anspielung auf die Milliardenhilfen der Bundesregierung eine Geld-Förderanlage mit der Aufschrift „Angelas Wirtschaftspumpe“ durch die Cottbuser Innenstadt. Rund 200 Gruppen, etwa 80 Motivwagen, zehn Musikkapellen und Spielmannszüge sorgten für ausgelassene Stimmung. Für die brandenburgische Landesregierung nahm Agrar- und Umweltminister Dietmar Woidke (SPD) an dem närrischen Treiben teil.

„Scheißwetter, aber Superstimmung“, brachte eine Närrin das Treiben auf den Punkt. Gegen einsetzenden Dauerregen hatten sich etliche Funkenmariechen und Prinzen mit Regen-Capes über ihren Kostümen gewappnet. Ein Wagen mit dem Motto „Asien macht Schule“ verbreitete Flair aus Fernost.

Regionaltypisch durften natürlich auch laufende und winkende Spreewaldgurken nicht fehlen, die außerdem in natura auch unter das feiernde Volk gebracht wurden. dpa/ig