Erst am vergangenen Wochenende haben Schülerinnen der Musikschule des Landkreises Spree-Neiße in der Laubster Kirche ein Benefizkonzert gegeben, um Geld für den Wiederaufbau des Kirchturms zu sammeln. Rund 1000 Euro landeten im Spendenbeutel. Pfarrer Robert Marnitz freut sich über dieses Ergebnis. Er weiß aber auch, dass damit nur ein Bruchteil des Eigenanteils abgedeckt ist, den die Kirchengemeinde gemeinsam mit den Laubstern aufbringen muss. "Nach einer Voruntersuchung schätzen Experten, dass die denkmalgerechte Sanierung des Turms etwa eine halbe Million Euro kosten wird", sagt Marnitz. Nun seinen großzügige Spender und gute Ideen gefragt, wie um Mittel für die Sanierung geworben werden kann. "Am guten Willen mangelt es nicht. In Laubst engagieren sich zum Beispiel der Traditionsverein und die Ortsvorsteherin sehr für die Kirche. Und auch Sabine Gärtner vom Kirchlichen Bauamt setzt sich ganz stark für die Laubster Kirche ein", sagt Marnitz. Das Problem sei der Zeitdruck. "Das Oktogon des Kirchturms, auf dem die Haube ruhte, ist inzwischen akut einsturzgefährdet. Eine Sicherungsaktion, bei der Industriekletterer das Oktogon mit Seilen stabilisieren sollten, musste abgebrochen werden, weil Teile des Oktogons heruntergefallen sind", sagt der Pfarrer.

Bis Ende des Jahres läuft eine Spendenaktion für die Restaurierung des vom Verfall bedrohten Altaraufsatzes der Laubster Kirche. "Rund 5000 Euro sind eingegangen", informiert Bernd Janowski vom Förderkreis Alte Kirchen Berlin-Brandenburg.