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| 23:16 Uhr

Alle Infos zur Landtagswahl
SPD siegt in Brandenburg, AfD in der Lausitz

  Dietmar Woidke (SPD) bei der Stimmabgabe in Forst
Dietmar Woidke (SPD) bei der Stimmabgabe in Forst FOTO: dpa / Michael Kappeler
Cottbus. Spannender Wahlabend in Brandenburg. Noch ist unklar, wer künftig regieren kann. In der Lausitz liegt die AfD in allen Wahlkreisen bei den Zweitstimmen vorn. Bei den Erststimmen sieht es zum Teil anders aus. Von Susann Michalk und Bodo Baumert

Die SPD hat bei der Landtagswahl in Brandenburg deutliche Verluste erlitten, sich aber knapp vor der AfD als Nummer eins behauptet – ob es für ihren Machterhalt reicht, ist am Sonntagabend trotzdem zunächst unsicher.

Landtagswahl 2019: So hat Brandenburg gewählt

97 Prozent der Wahlbezirke sind in Brandenburg ausgezählt. Demnach kommt die SPD auf 26,2 Prozent der Zweitstimmen, die CDU holt 15,6 Prozent, die Linke 10,7, die AfD 23,7, die Grünen 10,6, die Freien Wähler 5,0, die Piraten 0,7, die FDP 4,1, die ÖDP 0,6, die Tierschutzpartei 2,6 und die V-Partei 0,2 Prozent.

Landtagswahl 2019: So sehen die Zahlen für die Lausitz aus

Die Ergebnisse aus den Lausitzer Wahlkreisen deuten auf klare Wahlerfolge bei den Zweitstimmen für die AfD hin.

Landtagswahl 2019: So hat Wahlkreis 28 gewählt

Das Direktmandat geht an Hans-Christoph Berndt (AfD)

Landtagswahl 2019: So hat Wahlkreis 36 gewählt

Das Direktmandat holt Peter Drenske (AfD)

Landtagswahl 2019: So hat Wahlkreis 37 gewählt

Das Direktmandat holt Volker Nothing (AfD).

Landtagswahl 2019: So hat Wahlkreis 38 gewählt

Das Direktmandat holt Ingo Senftleben (CDU) mit gerade einmal 91 Stimmen Vorsprung.

Landtagswahl 2019: So hat Wahlkreis 39 gewählt

Das Direktmandat holt Wolfgang Roick (SPD)

Landtagswahl 2019: So hat Wahlkreis 40 gewählt

Das Direktmandat holt Daniel Münschke (AfD)

Landtagswahl 2019: So hat Wahlkreis 41 gewählt

Das Direktmandat holt Dietmar Woidke (SPD).

Landtagswahl 2019: So hat Wahlkreis 42 gewählt

Das Direktmandat holt Michael Hanko (AFD).

Landtagswahl 2019: So hat Wahlkreis 43 gewählt

Das Direktmandat holt Marianne Spring-Räumschüssel (AfD).

Landtagswahl 2019: So hat Wahlkreis 44 gewählt

Das Direktmandat holt Lars Schieske (AfD).

Landtagswahl 2019: Welche Lausitzer ziehen in den Landtag ein?

Bei den Erststimmen ist es spannend in den einigen Wahlkreisen der Lausitz:

  • In Dahme-Spreewald (Waldkreis 28) hat Zukunft-Heimat-Chef Hans-Christoph Berndt, der für die AFD antritt, gewonnen.
  • In Elbe-Elster I hat Peter Drenske (AFD) gewonnen.
  • In Elbe-Elster II hat Volker Nothing (AfD) gewonnen.
  • In Oberspreewald-Lausitz I hat Ingo Senftleben (CDU) knapp vor Gabriele Theiss (SPD) gewonnen. Die AfD hatte es versemmelt, hier einen eigenen Kandidaten aufzustellen.
  • Im Wahlkreis Oberspreewald-Lausitz II/Spree-Neiße IV hat Wolfgang Roick (SPD) knapp gewonnen.
  • Im Wahlkreis Oberspreewald-Lausitz III/Spree-Neiße III hat Daniel Münschke (AfD) vor Kathrin Schneider (SPD) gesiegt.
  • In Spree-Neiße I siegt Dietmar Woidke (SPD) knapp vor Steffen Kubitzki (AfD).
  • In Spree-Neiße II hat Michael Hanko (AFD) klar gewinnen.
  • In Cottbus I hat Marianne Spring-Räumschüssel (AfD) gewonnen deutlich gegen Noch-Ministerin Martina Münch (SPD) und Michael Schierack (CDU) gewonnen.
  • In Cottbus II siegt Lars Schieske (AfD, 27,3 Prozent) vor Kerstin Kircheis (24,2 SPD).

Landtagswahl Brandenburg: Grüne schwächer als erwartet

Infrage als Koalitionspartner für die SPD kommen die Grünen, die nicht nur ihr bestes Ergebnis in Brandenburg, sondern überhaupt in einem ostdeutschen Flächenland einfahren. Zweiter großer Gewinner ist die AfD mit ihrem radikal rechten Spitzenkandidaten Andras Kalbitz, die aber trotz zweistelligen Zuwachses den angestrebten Triumph verfehlt, erstmals bei einer Landtagswahl stärkste Kraft zu werden. Die in Brandenburg von je her schwächelnde CDU fällt auf ihr schlechtestes Landesergebnis und rangiert nun hinter der AfD auf Platz drei.

Landtagswahl in Brandenburg: wer soll nun regieren?

In Brandenburg kommt die SPD nach den letzten Hochrechnungen vom Sonntagabend auf 25 Sitze im künftigen Landtag. Ihr bisheriger Koalitionspartner, die Linke, bekommt 10. Der Landtag insgesamt wird 88 Mitglieder umfassen. Für eine Regierungsmehrheit sind also 45 Sitze nötig. Die könnten SPD und Linke zusammen mit den Grünen bekommen, die ebenfalls bei 10 Sitzen gehandelt werden.

Die AfD kommt laut Hochrechnungen auf 23 Sitze, die CDU auf 15, die Freien Wähler auf 5. Die FDP schafft es nicht in den Landtag.

Rechnerisch möglich wären demnach auch folgende Regierungskonstellationen