Der Super-Wahlsonntag, vor allem für viele Menschen in Mecklenburg-Vorpommern und in Berlin, er ist vorbei. Hier noch mal zur Übersicht das Programm:
  • Die Bundestagswahl 2021 stand an – und die Kanzlerfrage ist so spannend wie selten: Wer folgt auf Angela Merkel (Wahlkreis in MV) im Kanzleramt, nachdem Olaf Scholz und die SPD vor Armin Laschet und der CDU gewonnen haben? Alle Informationen zur Bundestagswahl finden Sie im großen Liveticker unseres Partner-Portals swp.de sowie bei uns auf der Homepage in dem Artikel, wie Mecklenburg-Vorpommern bei der Bundestagswahl abgestimmt hat.
  • Wie Ostdeutschland bei der Bundestagswahl wählt, erfahren Sie in diesem Artikel.
  • In Berlin wurde das Abgeordnetenhaus neu gewählt. Alle Informationen zur Wahl des Abgeordnetenhauses und der neuen Bürgermeisterin gibt es in diesem Artikel.
  • Zudem gibt es in der Hauptstadt einen Volksentscheid zum Thema Wohnen und Mieten. Die Entwicklungen in dieser Frage gibt es hier zum Nachlesen.
Vor allem aber haben die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern bei der Landtagswahl ein neues Parlament in Schwerin gewählt. Und Manuela Schwesig (SPD) als Ministerpräsidentin eindrucksvoll bestätigt.
Alle Informationen rund um die Wahlergebnisse in Mecklenburg-Vorpommern gibt es hier in unserem Liveticker:

Wahlergebnisse in Mecklenburg-Vorpommern: Vorläufiges Endergebnis sieht Schwesig und SPD in MV klar vorne

Update, 27.09.21, 6:30 Uhr

Bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern hat sich die SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig laut dem vorläufigen amtlichen Endergebnis klar gegen die politische Konkurrenz durchgesetzt. Die Sozialdemokraten erreichten bei der Wahl am Sonntag 39,6 Prozent der Stimmen, während die AfD auf 16,7 Prozent und die CDU auf 13,3 Prozent kamen, wie die Wahlleitung in der Nacht zum Montag in Schwerin mitteilte. Schwesig ließ sich in ersten Reaktionen am Wahlabend alle Koalitionsoptionen offen.
Die Linke erreichte laut dem vorläufigen Ergebnis 9,9 Prozent der Stimmen. Grüne und FDP zogen mit 6,3 und 5,8 Prozent wieder in den Schweriner Landtag ein - die Grünen nach fünf Jahren und die FDP nach zehn Jahren.
Im Vergleich zu 2016 verbesserte sich die SPD um neun Prozentpunkte. Die AfD sackte um rund vier Punkte ab, die CDU mit ihrem Spitzenkandidaten Michael Sack rutschte um etwa sechs Punkte auf ein Rekordtief. Die Linke verlor gut drei Punkte.
Von den 36 Wahlkreisen in Mecklenburg-Vorpommern gingen 34 direkt an die SPD, während CDU und AfD jeweils ein Direktmandat für sich verbuchen konnten. 2016 hatte die SPD 26 Wahlkreise direkt geholt, während es für die CDU sieben und für die AfD drei waren.

Weitere Hochrechnung zur Landtagswahl in MV

Update: 26.09.21, 20:05 Uhr

Gegen 20 Uhr wurde eine weitere Hochrechnung zur Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern veröffentlicht.
  • SPD: 38,3
  • AfD: 18,0
  • CDU: 14,3
  • Linke: 9,7
  • FDP: 6,0
  • Grüne: 6,7
  • Sonstige: 7,0

Schwesig liegt weit vorne – Die möglichen Koalitionsoptionen

Update: 26.09.21, 19:05 Uhr

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) kann für weitere fünf Jahre an der Spitze des Landes planen. Bei der Landtagswahl am Sonntag erzielte die von ihr geführte SPD nach Prognosen von ARD und ZDF einen deutlichen Wahlsieg. Die CDU mit ihrem Spitzenkandidaten Michael Sack erlebte eine herbe Niederlage.
Das Ergebnis der Prognose würde rechnerisch für eine Fortsetzung der seit 2006 regierenden rot-schwarzen Koalition reichen. Doch hätte auch ein Bündnis aus SPD und Linke im Parlament eine knappe Mehrheit. Sollten FDP und Grüne ins Parlament einziehen, wäre auch eine sogenannte Ampel-Koalition möglich.
Schwesig hatte vor der Wahl offen gelassen, welchen Regierungspartner sie bevorzugen würde, jedoch betont, dass die künftige Regierung auf einer soliden Parlamentsmehrheit gründen solle. Die Nordost-SPD hatte den Wahlkampf ganz auf ihre Spitzenfrau Schwesig zugeschnitten, die 2017 als Bundesfamilienministerin zurückgetreten war, um in ihrer Heimat vorzeitig das Amt der Ministerpräsidentin zu übernehmen.

Schwesig: „Wunderbarer Abend“ für Mecklenburg-Vorpommern

Ministerpräsidentin und Spitzenkandidatin Manuela Schwesig von einem "wunderbaren Abend" gesprochen. "Das ist ein wunderbarer Abend für unser Land, für unsere SPD in Mecklenburg-Vorpommern", sagte Schwesig am Sonntagabend in Schwerin.
Sie bedankte sich "bei den Menschen in unserem Land". Sie habe die Unterstützung der Bürger "oft gespürt", in der Corona-Pandemie und als sie selbst an Krebs erkrankt war. "Ich freue mich, dass es bei der Wahl ein ganz klares Bürgervotum gibt für die SPD in Mecklenburg-Vorpommern", freute sich Schwesig.

Sellering: SPD-Sieg ist Schwesigs Verdienst

Der frühere Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) hat den SPD-Sieg bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern als Riesenerfolg seiner Nachfolgerin Manuela Schwesig bewertet. „Und zwar nicht nur das hohe Wahlergebnis, sondern vor allem der Abstand zur Bundespartei. Das zeigt, dass es ihr persönlicher Erfolg ist“, sagte Sellering am Sonntag in Schwerin.
Bei der Landtagswahl haben die Sozialdemokraten in Mecklenburg-Vorpommern im Vergleich zur Wahl 2016 kräftig zugelegt und laut Hochrechnungen 38,2 bis 39,2 Prozent der Stimmen auf sich vereinen können. Bei der Bundestagswahl kam die SPD auf etwa 26 Prozent.

CDU-Kandidat Sack lässt Zukunft offen

Der Landesvorsitzende der CDU in Mecklenburg-Vorpommern, Michael Sack, lässt nach der historischen Niederlage bei der Landtagswahl seine Zukunft an der Parteispitze offen. Der Wahlabend sei nicht der richtige Moment, um über weitere Schritte zu sprechen, sagte er der Deutschen Presse-Agentur am Sonntagabend.
„Wir werden das alles besprechen“, antwortete Sack auf die Frage, ob er weiter Landesvorsitzender der CDU in Mecklenburg-Vorpommern bleiben wolle. Alles Weitere werde sich in den nächsten Tagen ergeben. „Ich denke, morgen Abend sind wir schon schlauer.“ Am Montagabend will der CDU-Landesvorstand zusammenkommen. Sack hatte den Vorsitz der mit rund 5000 Mitgliedern größten Partei in Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2020 übernommen, nachdem sein Amtsvorgänger Vincent Kokert überraschend auf alle politischen Ämter verzichtet hatte.

Wahlbeteiligung bei der Landtagswahl in MV mittags bei 32,5 Prozent

Update: 26.09.2021, 16:00 Uhr

Bei der Doppelwahl in Mecklenburg-Vorpommern haben bis 14 Uhr 32,5 Prozent der Wahlberechtigten in Mecklenburg-Vorpommern in den Wahllokalen ihre Stimme abgegeben. Das teilte Landeswahlleiterin Gudrun Beneicke am Sonntag mit. Bei der Bundestagswahl 2017 hatte die Wahlbeteiligung bis 14 Uhr bei 37,3 Prozent gelegen, bei der Landtagswahl 2016 bei 32,8 Prozent. Die endgültige Wahlbeteiligung betrug bei diesen Wahlen 70,9 Prozent beziehungsweise 61,9 Prozent. Die Wahlbeteiligung zur Landtagswahl wurde den Angaben zufolge um 14.00 Uhr nicht gesondert aufgeführt, weil die Abweichungen zur Bundestagswahl nur marginal sind.

Manuela Schwesig: Alleinregierung möglich?

Update: 26.09.21, 14.05 Uhr

Manuela Schwesig (SPD) geht nach eigenen Worten gut gelaunt in den Wahltag. „Ich freue mich auf diesen Wahlsonntag, bin sehr gespannt auf das Bürgervotum. Wir haben alles gegeben bis zum Schluss“, sagte die Ministerpräsidentin nach der Stimmabgabe am Sonntag. Jetzt liege es in der Hand der Bürger, wie es mit dem Land und Deutschland weitergehe.
Falls Grüne und FDP den Wiedereinzug in den Landtag von Mecklenburg-Vorpommern verpassen sollten, könnte bei einem sehr guten Abschneiden der Regierungspartei sogar eine Alleinregierung möglich sein. Schwesig will sich jedoch noch nicht zu früh in Sicherheit wiegen: „Umfragen sind schön, aber entscheidend sind Wahlergebnisse“, sagte die Ministerpräsidentin.
Auch zu möglichen Koalitionen wollte sie sich nicht äußern: „Heute entscheiden die Bürgerinnen und Bürger und dieses Ergebnis werden wir respektieren und werden schauen, wie man mit diesem Ergebnis eine stabile Regierung bilden kann.“
Manuela Schwesig (SPD), Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern und Spitzenkandidatin der SPD für die Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern, gibt in einem Wahllokal in der Innenstadt ihre Stimmzettel ab. In Mecklenburg-Vorpommern sind etwa 1,32 Millionen Wahlberechtigte zur Landtagswahl aufgerufen.
Manuela Schwesig (SPD), Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern und Spitzenkandidatin der SPD für die Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern, gibt in einem Wahllokal in der Innenstadt ihre Stimmzettel ab. In Mecklenburg-Vorpommern sind etwa 1,32 Millionen Wahlberechtigte zur Landtagswahl aufgerufen.
© Foto: Jens Büttner

Ergebnis der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern 2016

Update, 26.09.2021, 13.15 Uhr

Bei den Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern sind heute etwa 1,32 Millionen Menschen wahlberechtigt. Es wird erwartet, dass ein Großteil der Wählerinnen und Wähler per Briefwahl ihre Stimme abgeben. Mit Spannung wird abgewartet, ob Manuela Schwesig und ihre SPD sogar über die 40-Prozent-Marke kommen werden.

Update, 26.09.2021, 11.12 Uhr

Zum Vergleich mit den mit Spannung erwarteten Ergebnissen der Landtagswahl 2021 hier die die Ergebnisse der LTW 2016: Die gewann die SPD trotz Verlusten mit 30,6 Prozent der Stimmen. Auf Platz zwei landete die AfD, die aus dem Stand 20,8 Prozent erreichte und damit die CDU (19,0) auf Rang drei verdrängte. Auch die Linke erlitt Verluste und verzeichnete mit 13,2 Prozent ihr bis dahin schlechtestes Ergebnis. Andere Parteien scheiterten an der Fünf-Prozent-Hürde. Die Wahlbeteiligung lag bei 61,9 Prozent.
Dabei sah die Zusammensetzung des Landtags Meck-Pomm 2016 wie folgt aus: Im Landtag stellte die SPD daraufhin mit 26 Abgeordneten die größte Fraktion. Die AfD verlor durch Austritt oder Ausschluss 4 ihrer Mandate und verfügte zum Schluss noch über 14 Sitze. Die CDU-Fraktion wuchs nach zwei Übertritten um 2 auf 18 Abgeordnete. Die Linke war mit 11 Abgeordneten im Parlament vertreten. Hinzu kamen 2 fraktionslose Parlamentsmitglieder.

Umfrage zu LTW in Meck-Pomm: Sieg für SPD, Einzug von Grün und FDP unklar

Update, 26.09.2021, 8.52 Uhr

Während im Bund das Rennen um den Spitzenplatz offen ist, zeichnet sich den letzten Umfragen zufolge bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern ein deutlicher Wahlsieg der SPD ab. Die Partei von Ministerpräsidentin und Spitzenkandidatin Manuela Schwesig kann im Vergleich zur gewonnenen Wahl vor fünf Jahren auf Stimmenzuwachs und damit auf eine Festigung ihres Führungsanspruchs hoffen. Der CDU, seit 15 Jahren Juniorpartner in einer rot-schwarzen Regierung, drohen hingegen erneut Verluste. Während auch AfD und Linke sicher mit dem Wiedereinzug in den Landtag rechnen können, steht die Rückkehr von FDP und Grünen den Umfragen zufolge noch auf der Kippe.

Wahllokale für Doppelwahl in Mecklenburg-Vorpommern geöffnet

Update, 26.09.2021, 8.28 Uhr

In Mecklenburg-Vorpommern hat am Sonntagmorgen die Doppelwahl begonnen. Wie in Berlin, findet auch im Nordosten neben der Bundestagswahl noch die Landtagswahl statt. Zur Abstimmung über Bundestag und Landtag aufgerufen sind in Mecklenburg-Vorpommern etwa 1,32 Millionen Wahlberechtigte. Sie können seit 8 Uhr in landesweit etwa 1650 Wahllokalen ihre Stimmen abgeben. Ein beträchtlicher Teil der Wähler hatte den kommunalen Wahlbehörden zufolge schon die Möglichkeit der Briefwahl genutzt.

Landtagswahlen 2021: Wahllokale öffnen um 8 Uhr

Update, 26.09.2021, 7.30 Uhr

In einer Stunde öffnen die Wahllokale in Mecklenburg-Vorpommern. Im Land sind es 1649 Wahllokale. Wer dann seine beiden Stimmen abgegeben möchte, hat zehn Stunden Zeit für den Weg zur Wahlurne – bis 18 Uhr. Schnell wird es erste Umfragen, und nach Schließung der Wahllokale auch erste Hochrechnungen und Prognosen geben, die einen Trend der Wahlergebnisse wiedergeben. Doch bis es so weit ist, bleiben noch knapp elf Stunden - und genügend Zeit um zu wählen.

Landtagswahl in MV: SPD in Umfragen klar vorne

In Mecklenburg-Vorpommern wird am Sonntag neben dem Bundestag auch ein neuer Landtag gewählt. Laut letzten Umfragen kann die SPD mit Ministerpräsidentin und Spitzenkandidatin Manuela Schwesig auf einen Wahlsieg und deutliche Zuwächse im Vergleich zur Wahl vor fünf Jahren hoffen - sogar ein Sprung über die 40-Prozent-Marke ist nicht ausgeschlossen. Dem bisherigen Koalitionspartner CDU drohen erneut Verluste. Während auch AfD und Linke sicher mit dem Wiedereinzug in den Landtag rechnen können, steht die Rückkehr von FDP und Grünen noch auf wackeligen Füßen.
Zur Abstimmung über Bundestag und Landtag aufgerufen sind in Mecklenburg-Vorpommern etwa 1,32 Millionen Wahlberechtigte. Dazu öffnen ab 8.00 Uhr landesweit rund 1650 Wahllokale. Ein beträchtlicher Teil der Wähler nutzte schon die Möglichkeit der Briefwahl.
Um die 71 Mandate im Landtag bewerben sich nach Angaben der Landeswahlleiterin 455 Kandidatinnen und Kandidaten von 24 Parteien sowie 9 Einzelbewerber. Es sind 36 Direktmandate zu vergeben, 35 weitere Abgeordnete kommen über die Landeslisten der Parteien ins Parlament.

Landtagswahl in MV: Wahlberechtigte, Wahlbeteiligung, Parteien, mögliche Koalitionen – Die Fakten

Wahlberechtigte, Wahlbeteiligung 2016, Kandidaten

Etwa 1,32 Millionen Menschen sind wahlberechtigt. Bei der Wahl 2016 machten 61,9 Prozent von ihrem Stimmrecht Gebrauch. Um die 71 Mandate bewerben sich 455 Kandidaten und Kandidatinnen von 24 Parteien sowie 9 Einzelbewerber, knapp ein Drittel sind Frauen. Die 7. Wahlperiode endet mit der konstituierenden Sitzung des neugewählten Parlaments, das laut Geschäftsordnung bis spätestens 30 Tag nach dem Wahltag erstmals zusammentreten muss. Der Landtag wird für fünf Jahre gewählt.

Das Wahlrecht in Mecklenburg-Vorpommern zur LTW 2021

Wie bei der zeitgleich stattfindenden Bundestagswahl hat jeder Wähler zwei Stimmen. Mit der Erststimme wird der jeweilige Direktkandidat in jedem der 36 Wahlkreise gewählt. Die Zweitstimme geht an eine Partei und ist ausschlaggebend für die Sitzverteilung im Landtag. Die neben den Direktmandaten verbleibenden 35 Sitze werden nach Parteienstärke und der Reihenfolge der Kandidaten auf den jeweiligen Landeslisten der Parteien vergeben.

Die Stimmabgabe am Wahltag: Wahllokale, Uhrzeit, Wahlzettel

Am Wahltag sind von 8.00 bis 18.00 Uhr landesweit 1649 Wahllokale geöffnet. Dort kann jeder Wahlberechtigte unter Vorlage von Wahlbenachrichtigung und Personalausweis seinen Wahlzettel in die Urne werfen. Wegen der Corona-Pandemie und der vielfach vorhandenen Sorge vor Ansteckungen wird jedoch eine große Anzahl von Briefwählern erwartet, die ihr Votum vorher per Brief oder direkt in einem Briefwahllokal abgeben. Die Auszählung der Wahlbriefe erfolgt aber ebenfalls erst nach Schließung der Wahllokale. Bei der Landtagswahl 2016 lag der Anteil der Briefwähler bei 20 Prozent, dieses Jahr wird mit mehr als 50 Prozent gerechnet.

Parteien und Mandate im Schweriner Landtag aktuell

Im Landtag in Schwerin sind aktuell vier Parteien vertreten. Die rot-schwarze Regierung konnte sich auf eine solide Mehrheit von 44 der 71 Mandate stützen. Die SPD stellt 26 Abgeordnete, die CDU 18 und damit zwei mehr als zu Beginn der Legislaturperiode. Grund ist der Wechsel von zwei früheren AfD-Politikern, die sich nach einer zeitweiligen Abspaltung der CDU-Fraktion anschlossen. Die AfD, 2016 als zweitstärkste Kraft in den Landtag eingezogen, verfügte zuletzt noch über 14 Mandatsträger, die Linke über 11. Hinzu kommen zwei fraktionslose Parlamentarier.

SPD oder CDU? Die Stimmung in MV vor der Landtagswahl

Noch vor knapp einem Jahr zeichnete sich in Mecklenburg-Vorpommern mit Umfragewerten um jeweils 27 Prozent ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen SPD und CDU ab. Doch einer aktuellen Umfrage von Infratest dimap zufolge liegt die SPD mit 39 Prozent Zustimmung inzwischen weit vorn. Die CDU ist in der Wählergunst regelrecht abgestürzt und fiel mit nun 14 Prozent wieder hinter die AfD (17 Prozent) zurück. Die Linke kam in der repräsentativen Umfrage auf 10, die FDP auf 7 und die Grünen auf 6 Prozent.

Die Kandidaten: Schwesig, Sack, Kramer, Oldenburg, Domke, Shepley und Terpe

Spitzenkandidatin der SPD ist Landesparteichefin Manuela Schwesig. Die heute 47-Jährige übernahm 2017 überraschend das Amt der Regierungschefin, nachdem sich ihr Vorgänger Erwin Sellering wegen einer Krebserkrankung zurückgezogen hatte. Nach einer Zwischenflaute im Frühjahr - wohl eine Folge ihres harten Corona-Kurses - erfreut sich Schwesig inzwischen wieder hoher Beliebtheitswerte. Ihr selbst ernannter Herausforderer ist der CDU-Landesvorsitzende Michael Sack. Trotz eines emsigen Wahlkampfes gelang es dem 48-Jährigen Greifswalder Landrat nicht, sich zu profilieren. Die AfD wird von Fraktionschef Nikolaus Kramer im Wahlkampf angeführt, die Linke von Fraktionschefin Simone Oldenburg, die FDP von Landesparteichef Renè Domke. Die Grünen schicken mit Anne Shepley und Harald Terpe eine Doppelspitze ins Rennen.

Die Themen bei der Landtagswahl in MV 2021

Neben der Corona-Krise und der Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen dominieren vor allem Fragen der Bildung den Wahlkampf. Die schleppende Digitalisierung der Schulen wird dabei vor allem dem SPD-geführten Bildungsministerium angelastet. Dauerthemen sind das unverändert niedrige Lohnniveau und die geringe Tarifbindung im Nordosten sowie die Verkehrsanbindung und medizinische Versorgung in ländlichen Räumen. Erneuerbare Energien und Klimaschutz werden weniger thematisiert, dafür häufiger die Lage der Landwirtschaft.

Koalitionen: Das sind die möglichen Konstellationen vor der LTW

Die SPD scheint in MV zu alter Stärke zurückzufinden. Doch CDU und Linke, beide in der Vergangenheit bereits Koalitionspartner, schwächeln. Somit könnte es für eine Fortsetzung von Rot-Schwarz oder die Neuauflage von Rot-Rot eng werden. Grüne und FDP kündigten bereits an, zur Durchsetzung eigener politischer Ziele Regierungsverantwortung übernehmen zu wollen. Doch dafür müssen sie zunächst die Fünf-Prozent-Hürde überspringen, was 2016 beiden nicht gelang. Bündnisse mit der AfD haben alle anderen Parteien ausgeschlossen. Regierungschefin Schwesig ließ sich bislang nicht entlocken, welche Koalition sie bevorzugen würde.

Landtagswahlen in MV 2016: So waren die Ergebnisse

Die Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern 2016 gewann die SPD trotz Verlusten mit 30,6 Prozent der Stimmen. Auf Platz zwei landete die AfD, die aus dem Stand 20,8 Prozent erreichte und damit die CDU (19,0) auf Rang drei verdrängte. Auch die Linke erlitt Verluste und verzeichnete mit 13,2 Prozent ihr bis dahin schlechtestes Ergebnis. Andere Parteien scheiterten an der Fünf-Prozent-Hürde. Die Wahlbeteiligung lag bei 61,9 Prozent.