Das Thema kommt bei den Brandenburger Parteien immer wieder hoch. Die RUNDSCHAU befragte das Stadtoberhaupt dazu.

Die Kreisverwaltung zeigt sich über den vermeintlichen Vorstoß zur Kreisstadt-Frage irritiert, ließ sie gestern mitteilen. „Nicht nur der Fakt, dass Senftenberg in wirtschaftlicher, gesellschaftlicher und kultureller Hinsicht viel zu bieten hat und damit sowohl im Landkreis als auch in der näheren Umgebung stark genug ist, um sich einer zukünftigen Kreisstadt-Frage selbstbewusst zu stellen, sondern auch der Zeitpunkt für derartige Strukturdebatten hat mich verwundert“, äußert Landrat Siegurd Heinze. „Schuld“ daran war die Heimatzeitung mit ihrer Anfrage.

„Nicht nur bei uns, sondern auch bei verschiedensten Verbänden und Vereinen sorgten die Äußerungen für Verwirrung, sind doch solche Zukunftsdiskussionen gegenwärtig verfrüht und aussichtslos“, sagt der Landrat weiter.

„Den Landkreis Oberspreewald-Lausitz gibt es noch, und ich bin mir sicher, dass er auch noch sehr lange Zeit bestehen wird. Es lassen sich auch nicht alle Behördengänge digital erledigen, sondern das Selbstverständnis unserer Kreisverwaltung, vor allem in Senftenberg, ist die Arbeit mit den Menschen vor Ort, die nicht nur den Stadt- und Gemeindeverwaltungen vorbehalten ist“, betont der Landrat weiter. „Wie heißt es doch so schön? Totgesagte leben länger!“, fügt Siegurd Heinze augenzwinkernd hinzu.