„Die Anlage war defekt und eine Reparatur unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten nicht vertretbar“, sagt sie. Dies gelte künftig bei größeren Defekten für alle vom Landkreis betriebenen Überwachungsanlagen.

Erst vor etwa einem halben Jahr war der Blitzer unweit des Verkehrskreisels in Brieske im Auftrag des Landkreises demontiert worden. Auch für diesen „Starenkasten“ an der Ortsdurchfahrt wurde als Grund ein technischer Defekt angegeben, dessen Reparatur zu teuer sei.

„Wegen der eng begrenzten finanziellen Leistungsfähigkeit des Landkreises konzentriert sich die Verwaltung auf die mobile Geschwindigkeitsüberwachung“, heißt es weiter. Zusätzliche Investitionen in die kostenintensiveren stationären Blitzer seien auch in Zukunft nicht abzusehen.

Die stationäre und mobile Überwachung des fließenden Verkehrs auf den Straßen zwischen Lübbenau im Norden und Ortrand im Süden kostet nicht nur Geld. Es werden auch stattliche Einnahmen verbucht.

Pressesprecherin Dunja Matschke sagt dazu: „Die Überwachung durch den Landkreis war und ist nicht auf einen Ertrag ausgelegt, sondern erfolgt präventiv aus der Entwicklung des Unfallgeschehens heraus.“ Dabei würden sich die Kontrolleure überwiegend auf Unfallschwerpunkte, Gefahrenstellen sowie Schulwege, Tempo-30-Zonen und das Umfeld von Kindergärten konzentrieren.

Unterm Strich sind die Einnahmen des Oberspreewald-Lausitz-Kreises durch die Überwachung in den zurückliegenden Jahren gestiegen. Waren es 2008 noch 387 000 Euro, die aus 11 300 Übertretungen der Geschwindigkeit herrührten, so kamen 2009 schon 404 400 Euro zusammen. Dahinter stehen 12 000 Verkehrssünder. Knapp 13 000 Fälle spülten im vergangenen Jahr immerhin mehr als 484 000 Euro in die Kreiskasse.

Die Erhöhung, so die Verwaltungssprecherin, sei einerseits durch die steigende Anzahl der ausgelösten „Blitze“ zu erklären. Andererseits gebe es teilweise höhere Bußgelder.