"Im Rahmen des europaweiten Verfahrens wurden mit zwei Bietern Verhandlungsgespräche geführt", sagte Carsten Billing, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der Flughafen Süd-Brandenburg-Cottbus GmbH. Die Angebote hätten aber nicht den wirtschaftlichen Erwartungen der kommunalen Gesellschafter entsprochen, die jährlich etwa 400 000 Euro an Betriebskosten zahlen. Zudem konnten die Interessenten teilweise die Ausschreibungsbedingungen nicht erfüllen. Um welche Bieter es sich dabei handelte, wo diese herkommen und was denn die wirtschaftlichen Erwartungen der Gesellschafter sind, darüber gab Billing mit Verweis auf vergaberechtliche Gründe keine Auskunft. Nur so viel: Die beiden Interessenten seien schriftlich über die Aufhebung des Ausschreibungsverfahrens informiert worden.Damit ist der mittlerweile dritte Anlauf gescheitert, den Flugplatz an den Mann zu bringen. Im Jahr 2006 mussten die kommunalen Gesellschafter die Ansiedlungsschlappe mit dem amerikanischen Investor Erie-Drewitz International verdauen, der den Standort zu einem Frachtflughafen ausbauen wollte. Im Oktober 2008 folgte dann die Pleite mit der Detmolder Stührenberg Holding. Diese ließ eine Frist verstreichen, vereinbarte 2,05 Millionen Euro an die Gesellschafter zu überweisen und arbeitete zudem mit einem Projektentwickler zusammen, der wegen Untreue und Betrugs zu Haftstrafen verurteilt worden war (die RUNDSCHAU berichtete).Trotz des neuerlich gescheiterten Verkaufs werde am Betrieb des Flugplatzes Cottbus-Drewitz zunächst festgehalten, versicherte Billing. Das gelte zumindest bis zur Eröffnung des neuen Hauptstadtflughafens Berlin-Brandenburg-International (BBI), der dann möglicherweise auch neuen Bedarf und Kapazitäten für Drewitz bringt.