Für den richtigen Ton und Glanzeffekt bei Lippenstiften sorgen vor allem Pigmente. Das sind unlösliche Farbpartikel, die möglichst gleichmäßig im Stift verteilt sein müssen. Manche Hersteller verwenden bei konventionellen Lippenstiften etwa das gelbe Tartrazin, das Juckreiz und Hautausschläge auslösen kann, wenn es in den Körper gelangt - was bei Lippenstift sehr wahrscheinlich ist. Das ist in den Produkten 530 Fatal Red von Maybellind Jade (9,95 Euro), 03 Pistil Rouge von Yves Rocher (15,50 Euro) und 232 Red Impulse von Astor (4,45 Euro) der Fall, wie Öko-Test schreibt. Ebenso wird der Chanel Rouge Allure Velvet, 38 La Fascinante (30,50 Euro) genannt, in dem krebsverdächtiges Anilin nachgewiesen wurde.

Problematisch sind auch Paraffine. Sie können sich in Leber oder Lymphknoten anreichern. In drei Produkten fand das Labor das stark umstrittene Konservierungsmittel Propylparaben. Es steht unter Verdacht, wie ein Hormon zu wirken und zeigte sich im Tierversuch als fortpflanzungsgefährdend. Zwei Lippenstifte im Test enthalten einen Duftstoff, der häufig Allergien verursacht, während ein anderer mit einem problematischen, hormonell wirksamen, UV-Filter ausgestattet ist.

Nicht nur 2,45-Euro-Produkte enthalten also Schadstoffe, sondern auch Produkte, die mehr als 30 Euro kosten, schreibt Öko-Test. Eine Ausnahme sind den Angaben nach zertifizierte Bio-Lippenstifte. Hier können Frauen sicher gehen, dass diese ausschließlich auf natürlichen Fetten basieren.

Ausführlich: Öko-Test 2/13 und www.oekotest.de