V. Kurzarbeitergeld sei eine Lohnersatzleistung wie Elterngeld oder Krankengeld. Wer im Jahr 2009 mehr als 410 Euro Kurzarbeitergeld erhalten hat, muss eine Steuererklärung abgeben.

Kurzarbeitergeld ist zwar ebenso wie Elterngeld grundsätzlich steuer- und sozialversicherungsfrei, es unterliegt jedoch dem Progressionsvorbehalt und führt deshalb zu einer höheren Einkommensteuer. Das Kurzarbeitergeld wird zum zu versteuernden Einkommen (Bruttogehalt abzüglich Werbungskosten, Versicherungen und sonstige Steuervergünstigungen) hinzugerechnet. Auf Grundlage dieser Summe wird der Steuersatz ermittelt, anschließend jedoch nur auf das zu versteuernde Einkommen angewendet. Eine Nachzahlung ist daher in vielen Fällen wahrscheinlich und hängt davon ab, wie lange und in welcher Höhe Kurzarbeitergeld bezogen wurde.

Hinzu kommt, dass oftmals die Werbungskosten geringer sind als in anderen Jahren: Durch die Kurzarbeit sinkt die Zahl der Arbeitstage und damit die Höhe der Pendlerpauschale.