Wenn man jeden Tag eines verkosten wollte, würde das 13,5 Jahre dauern.

Jetzt verlängerte sich die Reihe. Die Wittichenauer Stadtbrauerei füllte in der vorigen Woche erstmals ihre neue Spezialität ab - das ,,Lausitzer Kupfer". Nachdem im Vorjahr das Kirsch-Porter und Lausitzer Porter/Mix auf den Markt kamen, ist das ,,Kupfer" die zwölfte Spezialität des Familienbetriebes. ,,Wir als Mittelständler haben mehr Möglichkeiten für Nischenprodukte als die Großbrauereien", erklärt Geschäftsführer Stefan Glaab. Das nutzten sie schon in der Vergangenheit. Krabatpils, Klosterbräu oder Seenradler sind Beispiele.

Die Idee für das ,,Lausitzer Kupfer" kam nach den erfolgreichen Probebohrungen nach Kupferschiefer bei Spremberg und Schleife. Die KSL Kupferschiefer Lausitz GmbH will nächstes Jahr mit dem Abteufen beginnen. Das Bergwerk soll im Jahr 2015 in Betrieb gehen und 40 Jahre lang bis zu insgesamt 3000 Menschen Arbeit geben. Das ,,Lausitzer Kupfer" soll ihren Feierabend verschönern. ,,Wir Brauer wollen damit die Tradition des Bergbaus in unserer Region besonders ehren", sagt Glaab. Das ,,Neue" fällt in die Kategorie Rotbiere. Spezialmalze bringen die rötliche Farbe und den speziellen Geschmack. ,,Es schmeckt vollmundig, leicht röstartig, aber nicht betont karamell-lastig", beschreibt Stefan Glaab. Der Braumeister hat sich intensiv mit den Malzexperten der Mälzerei beraten.