Während die Jüngsten aus der Klassenstufe 3 nur 90 Minuten über kniffligen Aufgaben schwitzen werden, sind es für die Neunt- und Zehntklässler schon drei Stunden und für die Ältesten aus den Klassen 11 und 12 viereinhalb Stunden.

„In allen Klassenstufen warten auf die Teilnehmer schwerere Aufgaben als im Unterricht“, sagt Organisationschefin Monika Schmidt voraus. Im Schulalltag ist sie Lehrerin für Mathematik, Physik und Informatik am Emil-Fischer-Gymnasium Schwarzheide. Nach dem Friedrich-Engels-Gymnasium Senftenberg und der Karl-Eduard-von-Lingenthal-Oberschule Ortrand haben nun die Chemiestädter das große Ereignis der kühlen Rechner vorbereitet.

„Das Ganze ist schon eine organisatorische Herausforderung“, gibt Monika Schmidt zu. Denn die Schüler müssen aus allen Teilen des Landkreises nach Senftenberg transportiert werden. Doch damit nicht genug. Nach dem Lösen der Aufgaben und bis zur Siegerehrung ab 16 Uhr wollen die Jungmathematiker unterhalten werden. Diese Belohnung hätten sie sich verdient. Die Kleinsten gehen zum Klettern ins Fitnessstudio, die 4. und 5. Klasse in die Schwimmhalle und die 6. bis 9. Klasse zum Bowlen. Die Älteren bleiben in der Hochschule. Als potenzielle künftige Studenten werden ihnen der Campus und diverse Projekte gezeigt.

Damit das alles sowie die Prämiierung der Sieger und Platzierten möglich werden, unterstützen Firmen die Matheolympiade, aber auch betreuende Eltern und ehemalige Lehrer, die beim Korrigieren der Arbeiten helfen. An den Schulen läuft der normale Unterricht weiter.

Monika Schmidt räumt jenen Schülern große Chancen auf vordere Plätze ein, die sich in Arbeitsgemeinschaften darauf vorbereitet haben, wie am Gymnasium in Schwarzheide. „Die Schüler dort trainieren wie Sportler“, sagt sie. Das professionelle Training wird von Fachlehrern unterstützt. Auf Landesebene sei aber auch das zu wenig. Dort machten jedes Jahr hauptsächlich Schüler von Spezialschulen das Rennen.

Lehrerin Monika Schmidt wünscht sich, dass alle Klassenstufen mehr mathematischen und naturwissenschaftlichen Unterricht erhalten. Seit 1984 im Beruf, hat sie aber auch festgestellt, dass viele Schüler großen Respekt vor Mathe, den Naturwissenschaften und Informatik haben. Besonders in den gymnasialen Leistungskursen seien die Anforderungen sehr hoch.