Eine Million Menschen wurden insgesamt auf Kuba in Sicherheit gebracht, unter ihnen auch viele Touristen. Zum Teil mussten Urlauber ihre Hotels wechseln, die TUI hat alle Rundreisen gestoppt. Ein generelles Angebot, Kuba-Reisen zu stornieren oder umzubuchen, machten die führenden deutschen Reiseveranstalter bisher aber nicht. Der Sturm schwächte sich über Land etwas ab und war im Laufe des Tages als Hurrikan der Stufe zwei unterwegs.
In Haiti, das ebenso wie die Turks- und Caicosinseln, die Dominikanische Republik und Teile der Bahamas von dem Sturm getroffen wurde, stieg die Zahl der Unwetter-Toten weiter an. Wie die Nachrichtenagentur Haiti Press berichtete, ertranken in der Stadt Cabaret 47 Menschen. Dort hatte der Fluss Bretelle die Stadt überflutet. Damit sind in Haiti seit Mitte August durch die Wirbelstürme „Fay“ (50), „Gustav“ (59), „Hanna“ (167) und „Ike“ (47) mindestens 323 Menschen ums Leben gekommen. Zudem gelten zahlreiche Bewohner als verschollen. Auch die US-Bundesstaaten Florida und Louisiana stellten sich gestern darauf ein, von dem Sturm getroffen zu werden. (dpa/bw)