Lausitzpokal. Schon beim Eintanzen beäugten sich die Tänzer sehr kritisch, um vorab die Leistungen der anderen einzuschätzen. In allen Kategorien gab es Formationen, welche ambitioniert waren, ganz vorn mitzumischen. Nach einer intensiven Erwärmung waren die Sweet Hoppers die ersten, welche in der Gruppe der Kids ihr Können zeigen mussten.

Auch in diesem Jahr schwebte Hedwig, das Maskottchen der Kleinsten, auf die Bühne. Nach ihrer netten Unterhaltung mit Lars Juschten, dem Moderator des Abends, konnte man ein liebevoll aufgebautes Bühnenbild bewundern. Als dann die Sweetis die Bühne betraten, brandete in der ausverkauften Regiohalle in Kamenz ein ohrenbetäubender Lärm auf. Ungläubig staunten die Kinder: „Sind die Leute wegen uns so aus dem Häuschen?“

Viel Zeit zum Überlegen blieb nicht. In einer kindgerecht in Szene gesetzten Choreographie wurde in einer tänzerisch hohen Qualität die Geschichte eines kleinen Mädchens erzählt, welches von Albträumen geplagt wurde. Doch am Ende siegten die schönen Träume. Aufgeregt warteten die kleinsten Tänzer auf die Siegerehrung. Ob es wieder - wie im vergangenen Jahr - zum 1. Platz reichte? Und es sollte reichen – Stolz nahmen die Sweet Hoppers ihren Pokal in Empfang, sie siegten mit einem gehörigen Vorsprung.

„Step down“ begeistert

Cool kamen die SKAngelz daher. Angelehnt an den Film „Step up“ setzten sie mit „Step down“ ihre eigenen tänzerischen Ideen um. Besonders beeindruckend war die Umsetzung von Tanzschritten zu gesprochenem Text. Aber auch sonst überzeugten alle Tänzerinnen mit ihrer frischen, dynamischen Darbietung. Auch die SKAngelz wollten unbedingt ihren Titel vom letzten Jahr verteidigen. Als sie dann als Sieger aufgerufen wurden, gab es kein Halten mehr. Wahre Sturzbäche von Freudentränen ergossen sich über die Gesichter der Mädels.

Graue Gestalten mit Mystik

Nun waren alle auf die Vorstellung der Großen gespannt. Würden sie es schaffen, den dritten Sieg für den TSC Kristall Weißwasser einzufahren? Bei Dance Attack ging es im Vorfeld wie immer etwas dramatischer zu. Nähte mussten noch einmal nachgenäht werden, Klettverschlüsse hielten nicht mehr – langsam wurde die Zeit knapp. Für eine Tänzerin müssen die letzten Minuten vor ihrem Wettkampf die Hölle gewesen sein. Gleich zweimal rissen die Träger ihres Oberteils.

Aber auch dieses Problem wurde behoben. Sichtlich angespannt begaben sich die Damen von Dance Attack zur Bühne. Von den anwesenden Helfern des Vereins wurde unterdessen die Deko auf die Bühne gehievt. Eingeklemmte Finger und Schürfwunden beim Aufbau nahm man gern in Kauf, sah doch das Bühnenbild wie in jedem Jahr beeindruckend aus.

Und dann ging er los – der Ausbruch aus einer grauen Welt. Nebelschwaden und dazu passendes Scheinwerferlicht verwandelten die Bühne in einen unheimlichen Ort. Graue Gestalten schritten zu fast mystischen Klängen über die Bühne. Doch Dance Attack wäre nicht Dance Attack, wenn da nicht noch dieses tänzerische Bonbon gewesen wäre: In ihrer unvergleichlichen Art wirbelte die Gruppe über die Tanzfläche und riss auch den letzten Zuschauer von seinem Sitz – eine vollkommene Show! Geschafft, aber glücklich lagen sich die Künstler nach ihrem Auftritt in den Armen.

Jetzt hieß es abwarten. Kurz vor Mitternacht erfolgte die Verkündung der Sieger. Fünf Mannschaften standen dicht gedrängt auf der Bühne und hofften, sich möglichst weit vorn platziert zu haben. Als dann der Gewinner des Lausitzpokales 2011 verkündet wurde, gab es für die Tänzerinnen von Dance Attack kein Halten mehr. Nachdem sie im letzten Jahr Platz 2 belegten, konnten sie sich in diesem Jahr den Titel zurückholen.

Ein Sahnehäubchen der besonderen Art war die Wahl zum Publikumsliebling – zum ersten Mal seit ihrem Bestehen konnten sich die Kristalle über diese Auszeichnung freuen.

An dieser Stelle möchten sich noch einmal alle drei TSC-Showtanzgruppen bei den Helfern bedanken, welche vor, während und nach dem Wettkampf kräftig zupackten. Gleiches gilt natürlich auch für den Veranstalter, welcher wieder einmal eine tolle Veranstaltung auf die Beine stellte und natürlich dem grandiosen Publikum, welches alle Tänzer letztendlich zu Höchstleistungen motivierte.