Am aktuellen Freiburg-Tatort stimmt schlichtweg alles. Die Darsteller, die Story, die Umsetzung, die Szenerie. Heiß war’s – so wie im vergangenen Sommer. Alles, aber auch wirklich alles tut noch viel mehr weh als sonst. Auch die Beziehung zwischen Entführer und Minderjähriger, die so geprägt ist von dem Schmerz, den beide empfinden. Es ist schon große Kunst, so verletzlich und doch so böse zu wirken, wie es Andreas Lust als Martin tut. Und es ist schon große Kunst, so intelligent und doch so naiv so wirken, wie es Meira Durand als Emily tut. Die Leistung der beiden Kommissare tut das Übrige, um diesen Tatort zu einem der fünf besten zu machen, die ich je gesehen habe. Und mal ehrlich, bei Rio Reisers „Für immer und dich“ mussten Sie doch auch einmal ganz tief durchatmen, oder?