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Krieschows Zweite feiert 11:0-Schützenfest

Sielow kommt aus dem Feiern nicht mehr raus. Nach dem Pokalerfolg in Briesen blieb das Team nun auch in Kunersdorf siegreich.
Sielow kommt aus dem Feiern nicht mehr raus. Nach dem Pokalerfolg in Briesen blieb das Team nun auch in Kunersdorf siegreich. FOTO: Lutz Knüpfer/FuPa
Kreisoberliga. VfB-Reserve, Guhrow und Sielow weisen makellose Bilanz nach drei Spielen auf. Favorit Kunersdorf muss dagegen die erste Niederlage hinnehmen. Joachim Rohde / jrd1

Eintracht Peitz II - Eiche Branitz 1:2 (1:0). Tore: 1:0 Leupold (42.), 1:1 Rösnick (53.), 1:2 Jahn (81.); Schiedsrichter: Böhme; Zuschauer: 25.

In einem ausgeglichenen Spiel konnte man die Möglichkeiten beider Vereine in der ersten Halbzeit an einer Hand abzählen. Als die Fischerstädter einen Handelfmeter einforderten, ließ der Unparteiische weiterspielen. Daraus entwickelte sich ein erneuter Angriff, der von der rechten Außenbahn vorgetragen wurde. Routinier Leupold verwandelte mit einem satten Schuss. Gleich nach der Pause führte ein langer Ball aus dem Mittelfeld zum Ausgleich für Branitz, als Rösnick den Ball mit der Spitze über die Linie beförderte. Dieses Tor gab den Gästen Auftrieb, vier Minuten später hätte Rösnick erneut treffen können. Nach Vorarbeit von Kaschula war Jahn schließlich mit dem Kopf zur Stelle.

BSV Guben Nord II - BW Schorbus 2:2 (1:1). T: 1:0 Koall (33./Eigentor), 1:1 Rajewski (38.), 2:1 Götze (55./Foulelfmeter), 2:2 Geppert (60./FE); S: Noel; Z: 20.

Koall sorgte mit seinem Eigentor für den ersten Höhepunkt, als er einen langen Ball über den eigenen Schlussmann unglücklich ins Tor köpfte. Schorbus konnte aber schon fünf Minuten später ausgleichen. Zwei Strafstoßtore innerhalb von fünf Minuten sorgten für zwei weitere Tore und den Endstand.

Lausitz Forst - Briesen/Dissen 3:2 (0:2). T: 0:1 und 0:2 Krüger (24., FE/30.), 1:2 und 3:2 Piech (60., FE/88.), 2:2 Gebauer (86.); S: Mittermaier; Z: 100.

Die Gaste ließen in der Anfangsphase viele Chancen liegen. Ungeschickte Zweikampfführung führte zum Strafstoß für die Gäste. Krüger verwandelte sicher. Er war es auch, der sechs Minuten später eine Flanke aufnahm, mehrere Spieler austanzte und auf 2:0 erhöhte. Nach einer Stunde Spielzeit jedoch gelang Forst die Wende in diesem Spiel. Als Patsch im Strafraum zu Fall gebracht wurde, gelang der Anschlusstreffer. In der Schlussphase gelang den Neißestädtern mit einem Doppelpack sogar der Siegtreffer. Gebauer traf erst unbedrängt per Kopf. Nach einem Einwurf gewann Piech dann ein Laufduell und vollendete zum Sieg.

VfB Krieschow II - Dissenchen/Haasow 11:0 (5:0). T: 1:0 Wittke (4.), 2:0, 3:0 und 10:0 Dörry (8./28./82.), 4:0, 6:0 und 7:0 Schmidt (32./69./70.), 5:0 Fraedrich (36.), 8:0 und 9:0 Herber (75./79.), 11:0 Töppel (83.); S: Lecher.

Die Gäste hatten Besetzungsprobleme, so dass sogar der Trainer Pospiech die Töppen schnüren musste. Als sie nach einem Doppelpack nach acht Minuten schon im Rückstand lagen, waren eigentlich schon die Messen gesungen. In regelmäßigen Abständen erhöhte Krieschow das Ergebnis. Die Überlegenheit setzte sich im zweiten Spielabschnitt fort. Dörry und Schmidt schnürten jeweils ein Dreierpack beim Schützenfest.

Kahrener SV - Motor Saspow 2:2 (0:2). T: 0:1 Matschke (12.), 0:2 Knauer (41.), 1:2 Schöne (90.), 2:2 Kasper (90.+3); S: Asisow; Z: 80.

Die Gäste waren in der ersten Hälfte tonangebend. Die frühzeitige Führung gelang nach einem Konter, als Matschke diesen aus zehn Meter abschloss. Kurz vor der Pause führte ein Torwartfehler zur Resultatsveränderung für Saspow. Dramatik herrschte in der Schlussminute und in der Nachspielzeit. Ein weiter Abschlag von Schlussmann Perge segelte in den Sechzehnmeterraum. Hier stocherte Schöne im Gewühl den Ball über die Linie zum Anschluss für Kahren. Ein Freistoß von Kasper brachte in der 93. Minute noch den überraschenden Teilerfolg.

SG Kausche - Wacker Ströbitz II 5:3 (1:1). T: 1:0 und 4:2 Faber (12../87.), 1:1 Fazel (27.), 2:1 Hinz (49.), 3:1 Szerement (55.), 3:2 Kurth (68.), 4:3 Schimke (90.+1), 5:3 Lincke (90.+2); S: Schubert; Z: 119; Rote Karte: 86. Geisler (Wacker).

Ein Spiel auf Augenhöhe in der ersten Halbzeit. Als Faber von der Außenbahn gut angespielt wurde, konnte er mühelos verwandeln für Kausche. Fazel egalisierte aber postwendend. Wacker gelang es immer wiede, nach Toren des Gastgebers aufzuschließen. Doch obwohl ein Unentschieden das vermeintlich gerechtere Ergebnis gewesen wäre, hatte Kausche am Ende knapp mit 5:3 die Nase vorn in diesem torreichen Vergleich.

SV Guhrow - Viktoria Cottbus 3:0 (0:0). T: 1:0 Becker (57.), 2:0 Domhardt (59.), 3:0 Schneider (80.); S: Weigelt; Z: 63.

Viktoria hatte zunächst mit zwei Lattenschüssen die Chance, in Führung zu gehen. Gleich nach dem Wiederanpfiff führte aber ein Doppelpack auf der anderen Seite zur Vorentscheidung. Schneider bediente Becker mit einem Diagonalball und Letzterer besorgte das 1:0 für Guhrow. Wenig später führte ein Konter zur Vorentscheidung. Schneider krönte seine Leistung mit einem herrlichen Solo, das er abschloss. Der dritte Erfolg für den Landesklasse-Absteiger, der damit neben Tabellenführer Krieschow und der SG Sielow als einziges Team eine makellose Bilanz hat.

Fichte Kunersdorf - SG Sielow 1:3 (0:1). T: 0:1 Knoll (15.), 0:2 J. Becker (49.), 0:3 R. Becker (61.), 1:3 Müller (81.); S: Böker; Z: 150; Gelb-Rote Karte: 67. S. Golz (Kunersdorf).

Eine taktische Meisterleistung der Sielow führte am Ende zu einem überraschenden, aber verdienten Sieg. In diesem Spitzenspiel setzten die Gäste die Akzente. Ihr Drang zum Tor war nicht zu übersehen. Als nach Vorlage von Gabbert Knoll die verdiente Führung erzielte, wirkte die Fichte-Elf etwas konsterniert. Zum Ende der ersten Halbzeit kam Kunersdorf zwar besser in das Spiel und erreichte auch Chancengleichheit. Als der gerade eingewechselte Jan Becker jedoch nach Vorlage von Knoll auf 2:0 erhöhen konnte, war eine Vorentscheidung zugunsten der Schwarz-Gelben gefallen. Das 3:0 nach gut einer Stunde war die Entscheidung, obwohl Fichte einige Hochkaräter besaß, die aber ein hervorragend reagierender Martin Weise im Tor der Gäste zunichte machte. Selbst in Unterzahl versuchte Kunersdorf das Unmögliche. Der Anschlusstreffer in den Schlussminuten durch Müller (81.) sorgte zumindest noch einmal für ein wenig Spannung.