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Krieschow trumpft 7:1 in Kolkwitz auf

Immer einer mehr: Die Krieschower Ralf Pehla (l.) und Sven Konzack doppeln den Kolkwitzer Hannes Kaiser.
Immer einer mehr: Die Krieschower Ralf Pehla (l.) und Sven Konzack doppeln den Kolkwitzer Hannes Kaiser. FOTO: SVEN Bock/FuPa Brandenburg
Keine Überraschung hat es in Kolkwitz beim Landespokal-Auftakt gegeben. Die gab es dafür in der Schlachthofstraße beim VfB Cottbus. Roland Scheumeister / rsm1

Kolkwitzer SV - VfB Krieschow1:7 (0:3).

Tore: 0:1 Hildebrandt (6.), 0:2 Schmidt (20.), 0:3 Hebler (27.), 1:3 Specht (50./Foulelfmeter), 1:4 und 1:5 Hebler (52./57.), 1:6 Konzack (61.), 1:7 Hebler (79.); Zuschauer: 256; Schiedsrichter: Lüth (Ludwigsfelde).

Während der Oberliga-Aufsteiger schon das erste Punktspiel hinter sich hatte, war es für die personell im Umbruch befindlichen Kolkwitzer quasi das letzte Vorbereitungsspiel. Die Landesliga-Elf begann engagiert, geriet aber schnell ins Hintertreffen, indem Dennis Hildebrandt eine Freistoßeingabe per Kopf zum Führungstor ummünzte. Auf der anderen Seite hob Neuzugang Florian Grützner einen Freistoß weit über den Kasten (18.). Indes schlug der VfB erneut zu. Per Doppelpass mit Martin Dahm spielte Florian Schmidt die Abwehr aus und netzte ein. Mit einem Freistoß markierte Hebler das 0:3. Waltschew faustete einen weiteren Hebler-Versuch von der Linie (40.), bevor der Schiedsrichter nach einem Zweikampf zwischen Hannes Kaiser und Dahm auf Elfmeter entschied. Hebler wollte es besonders lässig machen und säbelte das Leder über das Tor (42.). Trotz der klaren Verhältnisse wollten sich die Gastgeber nicht so einfach abschießen lassen. Hannes Kaiser wurde zu Fall gebracht, den fälligen Elfer verwandelte Steven Specht.

Aber schon im Gegenzug stellten die Gäste den Abstand wieder her. Dahm flankte auf den langen Pfosten, wo Hebler einköpfte. Wenig später legte der Torjäger mit einem 18m-Freistoß nach. Sven Konzack überwand Waltschew mit einem Distanzschuss und nach einer super Vorlage Tim Richters sorgte Hebler für den Endstand.

KSV-Trainer Sven Goertz: "Mit meiner Mannschaft bin ich nicht unzufrieden, denn sie hat bis zum Ende fair durchgekämpft. Knackpunkte waren das schnelle 0:1 und der sofortige Rückschlag nach unserem 1:3. Für uns war es ein gutes Vorbereitungsspiel für den Punktspielstart gegen Brieske."

Dynamo Eisenhüttenstadt - BSV Guben Nord 1:5 (0:1).

T: 0:1 Fingas (30./FE), 1:1 Hantelmann (50.), 1:2 Ost (51.), 1:3 Meyer (63.), 1:4 und 1:5 Fingas (69./88., Handelfmeter); Z: 93; S: Hähnel (Frankfurt/O.).

Bei zunächst ausgeglichenem Verlauf brachte ein Strafstoß die Breesener auf Siegeskurs. Neuzugang Marc Fingas wurde im Sechzehner am Trikot festgehalten und verwandelte selbst. Ein 20m-Lupfer brachte den Ausgleich. Doch schon im Gegenzug besorgte Ost per 18m-Flachschuss die erneute Führung. Einen mustergültigen Konter leitete Steven Stoll auf Ost ein, in dessen Eingabe Philipp Meyer einlief und vollstreckte. Mit einem über die Mauer gezirkelten Freistoßaufsetzer besorgte Fingas die Vorentscheidung und traf vom Punkt zum Endstand.

Grün-Weiß Großbeeren - Wacker Ströbitz 1:3 (0:1).

T: 0:1 Wochele (19.), 0:2 Kubis (64./FE), 1:2 Karnopp (83.), 1:3 Holz (90+3.); Z: 61; S: Thiele (Seddiner See); Gelb-Rote Karte: 90. Röder (Wacker).

Ohne viele Stammspieler reisten die Ströbitzer beim Kreisoberligisten mit einer ganz jungen Truppe an. Trainer Tino Kandlbinder befand: "Das Spiel hat keinen Schönheitspreis verdient." Die Führung gelang den Ströbitzern, nachdem Matta Dos Santos einen Schnittstellenpass für Silas Wochele vorlegte, der seine Gegenspieler überlief und einschob. Den Strafstoß, nach Foul an Sebastian Pasera verwandelte Sven Kubis. Im Abschluss eines Konters machte Gregor Holz nach dem 1:2 den Deckel drauf.

VfB Cottbus - Germania Schöneiche 3:2 (3:1).

T: 1:0 und 2:0 Freidgeim (6./13.), 3:0 Otto (35.), 3:1 Pham (44.), 3:2 Kühnel (88.); Z: 89; S: Wickfeld (Annahütte).

Zur vollsten Zufriedenheit ihres neuen Trainers Sven Fischer setzten die VfB-Kicker konsequent dessen Vorgaben in punkto Umschaltspiel und Leidenschaft um. Erinas-Eric Freidgeim nutzte die Unsicherheit in der Abwehr per Kopf zum Führungstor und legte mit einem direkt verwandelten Freistoß nach. Einen Konter schloss René Otto mit dem 3:0 ab und traf kurz darauf nochmal den Pfosten. Die Germanen verkürzten nach Ecke. Der Anschluss gelang nach zweifacher Parade Daniel Conrads im Strafraumgewühl. Die Cottbuser brachten den Sieg clever über die Zeit. Trainer Sven Fischer: "Ich bin stolz auf meine Truppe."

Fichte Kunersdorf - Stahl Brandenburg 0:2 (0:1).

T: 0:1 Kollewe (18.), 0:2 Meyer (86.); Z: 70; S: Weitzmann (Berlin).

Eine halbe Stunde lang nahm der Brandenburg-Ligist das Fichte-Tor unter Dauerbeschuss. Doch bei neun hochkarätigen Chancen sprang nur ein Tor heraus. Im zweiten Durchgang ging die von Alexander Rosin, für den noch im Urlaub weilenden Michael Braun, gecoachte Truppe couragierter zu Werke und kam zu einigen Abschlüssen. Bei der Abwehr des Stahlkeepers, einer scharfen Flanke von Kapitän Guido Musäus, fehlte nur ein Nachrücker. Einen Konter schlossen die Gäste ab, womit die späte Entscheidung gefallen war. Rosin: "Obwohl bei uns sechs Mann gefehlt haben, hat sich die Truppe gut verkauft."

SG Burg - Eintracht Miersdorf/Zeuthen 0:5 (0:2).

T: 0:1 und 0:2 Langhof (8.,24.), 0:3 Wolter (53.), 0:4 Reichardt, 0:5 Gülzow (82.); Z: 54; S: Nitz (Zeschdorf).

Wie schon in der Vorbereitung beklagten die Burger zahlreiche Ausfälle. Bei einigen Akteuren fehlte der nötige Wille und auch konditionell reichte es nicht für 90 Minuten. Ungeachtet der Miersdorfer Dominanz boten sich Patrick Lahr und Alexander Golnik gute Chancen. Das verletzungsbedingte Ausscheiden von Lahr schwächte die Offensive der SGB nochmals. In der zweiten Hälfte stand das Burger Tor unter Dauerbelagerung des Gegners. Zwei Tore, nach Ballverlusten in Strafraumnähe und ein weieres, als sich die Abwehr komplett ausspielen ließ, schraubten das Ergebnis hoch. Die Randberliner waren eine Klasse besser. Torwart Daniel Pöscha und Abwehrchef Golnik verhinderten ein größeres Debakel.

1. FC Guben - FSV Luckenwalde 0:8 (0:2).

T: 0:1 Repetylo (8.), 0:2 Abe (42.), 0:3 Becker (58.), 0:4 Abe (61.), 0:5 Becker (67.), 0:6 Schiller (74.), 0:7 Becker (86.), 0:8 Günel (88.); Z: 101; S: Alm (Fürstenwalde).

In der ersten Halbzeit gelang es den Gubenern, die Räume eng zu machen und damit den Aktionsradius des Regionalligisten einzuschränken. Nach der Gäste-Führung verschossen die Platzherren einen Foulelfmeter und kassierten schließlich das zweite Gegentor. Trainer Benjamin Hanschke sah die Partie, angesichts der schon im Vorfeld klar verteilten Rollen gegen den Regionalligisten und Vorjahresfinalisten, als echten Härtetest vor dem Punktspielstart. Sein Fazit: "Solange die Kondition reichte, war ich mit dem Verlauf zufrieden. Mit dem Abbau der Kräfte ging auch die gedankliche Frische verloren, so dass der Gegner noch zu dem zwar verdienten, aber am Spielverlauf gemessen, doch um einige Tore zu hohen Sieg kam."