Die Oktopus-Dame hatte in ihrem Becken ein Ventil geöffnet und einen Schlauch verlegt, sodass über zehn Stunden lang Wasser ausströmte, sagte ein Mitarbeiter der Einrichtung. Tiere kamen dabei nicht zu Schaden, aber der frisch verlegte Fußboden hat unter dem See gelitten.Dem Kraken, der mit ausgestreckten Gliedmaßen nicht mehr als ein menschlicher Unterarm misst, war der nächtliche Schreck offenbar nicht anzusehen. Er sei am Morgen ruhig in dem noch übrig gebliebenen Wasser herumgeschwommen, hieß es. Bei einem ähnlichen Vorfall 1994 in einem Aquarium in San Pedro bezahlte ein Oktopus seine Neugier mit dem Leben. "Octavia" hatte einen Schlauch aus der Verankerung gerissen, das ganze Wasser lief aus und das Tier starb. Kraken zählen zu den intelligentesten Weichtieren. Sie gelten zwar als scheu, aber auch als neugierig und lernfähig. Um ein weiteres Missgeschick zu verhindern, wurde der Tank mit Klemmen und Klebeband "krakensicher" gemacht. dpa/ig