Wenn es um kostenlose Programme und ihre Installation geht, müssen Computernutzer besonders wachsam sein. Denn viele Download-Portale arbeiten mit unsauberen Methoden. Sie installieren zwar die gewünschte Freeware auf den Rechner, diese kann aber quasi huckepack ungewollte Programme einschleusen, warnt die Fachzeitschrift "PC Magazin". Zwar sind diese Zusatzprogramme in der Regel nicht gefährlich, sie bringen dem Anwender aber auch keinen Mehrwert. Viele dieser Programme, Adware (Ad steht im Englischen für Werbung), dienen ausschließlich dazu, dem Nutzer unerwünschte Werbung anzuzeigen. Oft müssen diese dann Zeit und Nerven investieren, um die Zusatzprogramme wieder zu löschen.

Die wichtigste Verhaltensregel, um ungewollten Zusatzprogrammen auszuweichen, ist, die gewünschte Freeware direkt beim Entwickler und nicht über den Umweg eines Software-Portals herunterzuladen. Die Webseiten der Entwickler und den direkten Link zum gewünschten Programm finden Nutzer in den meisten Fällen über eine kurze Google-Suche. Wenn es doch einmal nicht ohne Download-Portal geht, sollten Nutzer sich nicht von falschen Download-Knöpfen in die Irre - sprich auf Werbeseiten - leiten lassen. Viele Portale sind förmlich mit Download-Links übersät, aber nur einer führt wirklich zum gewünschten Programm. Hier raten die Experten, vor dem Klick mit dem Mauszeiger über die Download-Anzeigen zu fahren: Beim Mouse-over erscheint dann unten links im Browser die Adresse, die geöffnet werden soll. Bei der richtigen Download-Adresse handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um eine Unterseite des Download-Portals, oder die Adresse trägt zumindest den Namen des gewünschten Programms in der Adresse.

Installer (Installations-Programme) sollte man möglichst ganz vermeiden, raten die Experten: Manche Portale fordern den Anwender auf, erst einmal ein solches Programm zu installieren, um die gewünschte Freeware herunterladen zu können. Der einzige Grund dafür ist meist, dass das Installations-Programm unerwünschte Software wie unnütze Werkzeugleisten (Toolbars), halbgare Sicherheitsprogramme, Software-Demontrationen oder Adware auf dem Rechner installieren kann, warnen die Experten.

Wirklich schädlich seien diese selten, aber es ist lästig, sie wieder loszuwerden. Beim Entfernen helfen Programme wie zum Beispiel Spybot Search & Destroy. Egal, ob direkt vom Entwickler oder von Dritten heruntergeladen: Programme aus dem Netz sollten vor dem Installieren noch einmal auf Schadsoftware untersucht werden. Wer jedoch gerade keinen Virenscanner zur Hand hat oder ganz sicher gehen möchte, kann die Datei auch über die Internetseite des Antiviren-Online-Dienstes virustotal.com scannen lassen.

safer-networking.org

virustotal.com