Dies berichtet der Branchendienst "steuertip" unter Berufung auf zwei Urteile des Finanzgerichts Hamburg (Az.: 1 K 87/05 und Az.: 2 K 25/06). Neben den reinen Kursgebühren sind demnach auch Ausgaben für die Reise, Unterkunft und Verpflegung als Werbungskosten abzugsfähig. Beide Urteile seien bestandskräftig.
Im ersten Fall hatte sich eine Studentin zur Erlangung des Sprachzertifikats zu einem mehrmonatigen Aufenthalt in den USA entschlossen. Alles in allem ergaben sich Kosten von mehr als 20 000 Euro. Die Richter entschieden, auch ein dem Studium vorgelagerter Auslandsaufenthalt könne anerkannt werden, wenn damit Qualifikationen erlangt würden, die für die Zulassung obligatorisch sind.
Im zweiten Fall entschieden die Richter, dass einem Werbungskostenabzug nichts entgegensteht, wenn Fremdsprachenkenntnisse für den Beruf benötigt werden. Am besten lässt sich dies mit einer Bescheinigung des Arbeitgebers nachweisen, aus der die konkrete Anwendung der Sprachkenntnisse hervorgeht. (ddp.djn/sh)