Aber wir sind über die veranschlagte Summe gestolpert und sollten überlegen, ob es auch mit weniger Geld geht“, erklärte die Abgeordnete Carola Krahl in einer Diskussion des Nutzungskonzeptes. Nötig sei eine Übersicht, was geleistet werde und „was uns das wert ist“.

Die Stadtverwaltung geht im Konzept-Entwurf davon aus, dass ab 2013 jährlich etwa 200 000 Euro fällig sein werden. Das Geld soll aus dem kommunalen Haushalt kommen. „Wir gehen hier einen mutigen Schritt“, sagte Bürgermeister Helmut Wenzel (parteilos). Das kommende Jahr müsse genutzt werden, um Erfahrungen zu sammeln. Erst 2015 werde man sehen, ob die Nutzer zusätzliche finanzielle Beiträge leisten können. Die Kosten werden 2012 noch aus Förder-Programmen bestritten, die zum Jahresende auslaufen. Ein Beschluss soll voraussichtlich im Februar 2012 gefasst werden.

Die CDU-Abgeordnete Roswitha Schier warnte davor, das Zentrum mit Bunter Bühne, Kulturhof und Lübbenaubrücke „jetzt in Zweifel zu ziehen“. Man habe Bühne und Zentrum gewollt. Jetzt müsse dafür gesorgt werden, „dass das trägt“.

Die Stadt, so Wenzel, bleibe als Eigentümer für die Gebäude verantwortlich. Die inhaltliche Ausgestaltung obliege den Vereinen, mit denen entsprechende Verträge abgeschlossen werden sollen. Darin will die Kommune Aufträge formulieren, zum Beispiel Angebote für Bildung oder Theater-Vorhaben mit Kindern.

Matthias Härtig vom KultuRegio-Verein – dem Betreiber der Bunten Bühne - sagte, dabei seien Angebote wichtig, „die nicht automatisch viel Geld bringen“. Es gehe um Kontinuität. Die Bunte Bühne solle ein Haus für die Generationen sein. Härtig: „Mein Traum ist, dass man immer Leute drin sieht, mein Albtraum, dass die Bühne dunkel und verschlossen ist.“