Gemeinsam mit dem Institut für Erhaltung und Modernisierung von Bauwerken wurden bundesweit die Beschreibungen von Bauträgern auf Transparenz, Vollständigkeit und Einhaltung von Mindeststandards untersucht.
Danach erwiesen sich 69 Prozent der Bau- und Leistungsbeschreibungen als unvollständig oder beschrieben den Leistungsumfang nicht eindeutig. Weitere 30 Prozent waren zwar im Wesentlichen vollständig, die Leistungen waren aber nicht ausreichend korrekt beschrieben. Nur ein Prozent entsprach den Mindeststandards.
Auffällig sei vor allem, so der BSB, dass die Beschreibung der Erdarbeiten bei fast der Hälfte der Angebote aufgrund einer mangelhaften Beschreibung keine ausreichende Kostensicherheit bot. Auch für den Bereich Haustechnik lag bei 52 Prozent eine unvollständige Beschreibung vor. Ferner werde bei den Abnahmen die Übergabe technischer Nachweise an die Bauherren weitgehend außer Acht gelassen.
"Die mangelnde Transparenz lässt Firmen ein weites Feld für Abweichungen von den Wünschen der Bauherren, für den Einsatz minderwertiger Materialien oder die Absenkung des technischen Ausstattungsgrades", sagte der BSB-Vorsitzende Peter Mauel. Deshalb sei eine fachkundige Beratung vor Unterzeichnung des Bauvertrages in jedem Fall zu empfehlen. (ddp.djn/sh)