Am Tag zuvor wäre der vor 19 Jahren bei einem Verkehrsunfall tödlich Verunglückte 40 Jahre alt geworden. Gemeinsam mit Heike und Lutz Neumann von der Band „Shawue“ sowie „LausitzBlues“ musizierte Brian Bossert für seinen Bruder, den Drummer von „River of no return“ „und all die anderen Leute im Rock'n'Roll-Himmel“. Drei Kerzen flackerten vor den Musikern. Unter ihnen auch Sven „Salli“ Sonsalla, der bereits beim ersten Memorial dabei war.

Die Konzertbesucher kannten sich zumeist, stammen aus der Fangemeinde und begrüßten sich mit Handschlag. Bereits nach den ersten Takten begann auch die Fotoshow mit Bildern aus dem Familien- und dem Bandalbum von „BB und The String Tornados“, die aus „River of no Return“ hervorging. Blitzlichter zuckten fürs Erinnerungsfoto.

„Vor sieben Jahren habe ich die Band im Manitu kennengelernt“, sagte Fan Uwe Klabuhn (57) aus Frankfurt/Oder. Sie habe inzwischen bereits in seiner Wohnung bei einer privaten Abrissparty gespielt, verriet er. Am Samstag waren auch Bettina und Jochen Bossert – die Eltern von Jimi und Brian – anwesend, die ihren Söhnen die Namen von zwei Rock'n'Roll-Legenden gaben und damit indirekt die Weichen für deren Leben als Musiker stellten. Die Titel der Stones und von Pink Floyd hätten beide während der Kinderzeit in den Schlaf begleitet, so Vater Bossert. „Wir spielen die Musik, mit der wir in unserem Elternhaus aufgewachsen sind“, sagte Brian Bossert. Und so durfte am Samstag auch der „Roadhouse Blues“ von den Doors nicht fehlen, der speziell für Jimi erklang. „Das war sein Song bei ‚River to no return'“.