Meerbusch
Konverter: SPD schreibt an CDU

Exklusiv | Meerbusch. Amprion startet Genehmigungsverfahren, Land soll sich einmischen. Anke Kronemeyer

Die Diskussion um die Standort-Überlegung für den Konverter gehen weiter. Aktuell hat das Dortmunder Energieunternehmen Amprion für die Gleichstromverbindung A-Nord den Antrag auf Bundesfachplanung bei der Bundesnetzagentur eingereicht und somit das formelle Genehmigungsverfahren gestartet. Das Verfahren soll der Öffentlichkeit in den kommenden Monaten mehrere Beteiligungsmöglichkeiten bieten. "Wenn jetzt jemand noch glaubt, man könnte noch einen neuen Standort für den Konverter aus den Hut zaubern, der glaubt auch noch an den Osterhasen", kommentierte das Kirsten Danes von der Initiative gegen den Konverter gestern auf Facebook. Denn zuletzt hatte Landrat Hans-Jürgen Petrauschke ja noch zwei andere Flächen ins Spiel gebracht. Bei seinem Besuch in der Ausstellung mit Zeitungsberichten über den Konverter im JuCa hatte er sowohl das Braunkohleareal als auch eine Fläche in Krefeld-Fichtenhain ins Spiel gebracht.

Die Meerbuscher SPD setzt sich auf einer anderen Ebene gegen Osterath als Standort für den Konverter ein: Sie schreibt an den Landes-Finanzminister. Lutz Lienenkämper gehört zwar zur CDU, ist aber auch Meerbuscher. "Die Menschen in Meerbusch haben kein Verständnis dafür, dass sich die Mehrheit des Regionalrates weigert, den Weg für den best geeigneten Standort für den Konverter planungsrechtlich freizuräumen. Der größtmögliche Abstand zur geschlossenen Wohnbebauung muss das entscheidende Kriterium für die Ansiedlung einer solchen Industrieanlage sein", so Nicole Niederdellmann-Siemes und Thomas Wolfgramm im Namen der SPD-Partei Meerbusch. "Wenn Ministerpräsident Armin Laschet den Bezirksregierungen untersagen kann, Fahrverbote für Dieselautos auszusprechen, dann sollte er auch entscheiden können, dass der Konverter auf dem best geeigneten Standort gebaut wird."