Möglicherweise habe ein Bekannter ihm auch nichtsahnend ein Auto geliehen. Der mutmaßliche Mörder war am Freitag zunächst weiter flüchtig. Berichte, wonach er in der Osttürkei festgenommen worden sei, erwiesen sich als unzutreffend. Die Familie von K. entschuldigte sich unterdessen bei den Eltern von Kardelen für den Mord. Die Polizei habe bereits ein Gespräch zwischen dem Schwiegervater des Verdächtigen und den Eltern von Kardelen vermittelt, sagte ein Polizeisprecher. "Es war dem Schwiegervater ein dringendes Anliegen, sich bei Kardelens Eltern für die Tat seines Schwiegersohnes zu entschuldigen." Das Gespräch sei von "starken Emotionen" geprägt gewesen. Die Familien seien sich einig gewesen, dass ausschließlich Ali K. für die Tat verantwortlich gemacht werden könne. Die Ermittlungen hatten ergeben, dass die Achtjährige in der Wohnung des türkischen Nachbarn K. missbraucht und erstickt wurde. Der Aufenthaltsort des 29-Jährigen ist laut Polizei weiter unklar. Es stehe aber fest, dass er mit seiner Frau zwei Tage nach dem Verbrechen vom Flughafen Köln/Bonn aus nach Izmir in die Türkei geflogen sei. Derzeit gehen mehr als 40 Ermittler in der Mordkommission Hinweisen nach. dpa/ig