Richtig gut war auch Moritz Grove, der im Knast seinen blanken Horror erlebt, den er schlussendlich nicht aushält, weil er viel zu sehr darunter leidet, von seiner Familie getrennt zu sein. Als seine Frau ihn im Gefängnis besucht, zeigt sich, wie schnell Verzweiflung in Brutalität umschwenken kann. Großes Kino, Herr Grove.

Dann – nicht vergessen – war da noch der neue Assistent der beiden Kommissare Schenk und Ballauf: Norbert Jütte misst sich gern den Blutdruck und ist im Ganzen nicht der schnellste, sorgt in dem sonst so trist-grauen Krimi für den einen oder anderen Schmunzler.

Ein gelungener Sonntagabendkrimi, der auch mal ohne große Überraschungen ausgekommen ist.