Nach einer Granatenexplosion war von Peter Gärtner kaum etwas übrig geblieben. Alles drehte und wendete sich also um die Fragen: Warum musste der Bombenentschärfer sterben? Hatte er sich einfach zu weit vorgewagt, handelte es sich um Unfall, Selbstmord, Mord? Was so explosiv begann, zog akribische Ermittlertätigkeit nach sich, die dauerte, wie so etwas eben dauert, will man es gründlich machen. Eine Reihe von Verdächtigen wurden ins Spiel gebracht und Motive abgeklopft. Da konnten auch wir Zuschauer zwischen Eifersucht, Erpressung und Konkurrenz schon mal Mutmaßungen anstellen. Allerdings war leider ziemlich früh klar, dass mit dem verlorenen Sohn des Chefs der Kampfmittelbeseitigungsfirma etwas nicht stimmte. Das Übrige verriet schon der Titel: Bombengeschäft. Der Tatort selbst schlug nicht eben ein wie eine Bombe: Brave Polizeiarbeit ohne Selbstdarstellung. Kein Streit zwischen den Ermittlern. Keine Allüren. Keine Experimente. Ein Durchschnitts-Krimi so vertraut wie ganz dünnes Eis. Aber längst nicht so aufregend.