SV Lok Uebigau - SG Kolochau 74 0:3 (0:1). Geprägt von verbissenen Zweikämpfen und einer Vielzahl von Fehlpässen fand das Spiel zunächst zwischen den Strafräumen statt. Lediglich zwei Freistöße von der Strafraumgrenze auf beiden Seiten sorgten für ein wenig Torgefahr in der Anfangsviertelstunde. Als Donath in der 32. Minute nach einem Eckball das Leder mit einer Direktabnahme unter die Latte knallte, war der Uebigauer Schlussmann machtlos. Wenig später dezimierte sich der Gast selbst, als Bahr mit der Ampelkarte den Platz verlassen musste. Wer nun dachte, Lok würde daraus Kapital schlagen, sah sich getäuscht. Viel zu pomadig wurde nach vorn gespielt. Zu allem Überfluss zeigte sich die Elf mehr mit sich selbst beschäftigt, als das Spiel an sich zu reißen und den Rückstand wettzumachen. An Torchancen war nicht zu denken. Nur einen Schuss nach einem abgewehrten Eckball, der knapp am Tor vorbeiging, und ein von Fiebig gut parierter Freistoß zeugten von spärlich vorgetragenen Angriffen der Heimelf. Kolochau verlegte sich fast ausschließlich auf Abwehrarbeit und suchte sein Glück über Konter. Ein solcher wurde in der 90. Minute von Mittag zum 2:0 abgeschlossen. Auch das 3:0 fiel so, als Lok seine Abwehr gänzlich entblößte und der eingewechselte Rolcke traf. red/SegerSV Linde Schönewalde - SV Aufbau Oppelhain 2:0 (1:0). Obwohl die Gäste in der Offensive nur wenig Gefahr ausstrahlten, konnten sie die Partie relativ lange offen halten und hatten vor allem in der ersten Hälfte bei einigen Konter-Angriffen die Möglichkeit zur Torerzielung. Insgesamt kontrollierte Linde die faire Partie, ohne allerdings zu überzeugen. Zu viele Fehlabspiele und Missverständnisse prägten das Aufbauspiel. Oppelhain kam dadurch immer wieder in Ballbesitz und konnte torgefährliche Aktionen der Linde-Elf frühzeitig unterbinden. Auch das schnelle Führungstor brachte keine Genauigkeit und Effizienz in das Schönewalder Spiel. Die wenigen Chancen konnten nicht zu weiteren Torerfolgen genutzt werden. Die zweite Halbzeit brachte keine entscheidende Veränderung im Spielablauf: Oppelhain war bemüht, aber ohne große Wirkung nach vorn. Linde war größtenteils spielbestimmend, aber ohne Durchschlagskraft. Das 2:0 in der 67. Minute erzielte Schüler mit einem direkt verwandelten Freistoß aus 22 Metern. Diese Führung geriet bis zum Abpfiff nicht mehr in Gefahr. red/ReimannSG Friedersdorf - SV Hirschfeld 1:1 (1:1). In einem höhepunktarmen Spiel kam die SG gegen die abstiegsbedrohten Hirschfelder nur zu einem mageren 1:1. Die Friedersdorfer erlangten zwar von Beginn an die Platzhoheit, Chancen oder geordnete Spielzüge blieben aber, bis auf einen doppelten Lattentreffer für die SG, Mangelware. So nutzten die Gäste nach gut einer halben Stunde ein Friedersdorfer Abwehrdurcheinander per Abstauber zur Führung. Diese hatte allerdings nur kurz Bestand, da Schollbach per Foulelfmeter nahezu postwendend die alte Ausgangslage wieder herstellen konnte. Wer auf ein besseres Spiel im zweiten Abschnitt hoffte, sah sich getäuscht. Hirschfeld stand weiter sicher und hatte wenig Mühe, die viel zu durchsichtigen und ohne Tempo vorgetragenen Angriffsversuche der SG zu verteidigen. Etwas Aufregung dann noch mal gut 20 Minuten vor dem Ende, als Stephan Wagner eine der wenigen SG-Chancen per Kopf ans Lattenkreuz setzte. Auf der Gegenseite bekam Hirschfeld kurze Zeit später einen Handelfmeter zugesprochen. Doch Keeper Mathias Thiele parierte auch den dritten Elfmeter in Serie und hielt somit wenigstens einen Punkt fest. Schiedsrichter Grünwald und sein Team pfiffen fehlerfrei. red/SchmidtTSV 1878 Schlieben - SV Blau Gelb 90 Sonnewalde 3:1 (1:1). Mit einem verdienten Heimsieg konnte der TSV den Bann brechen, gegen die Gäste bisher noch nie gewonnen zu haben. Dabei übernahmen die Hausherren früh die Initiative. Folgerichtig auch das 1:0 in der 31. Minute durch Zachert, der nach einem Abwehrfehler spekulierte und allein vor dem Torwart zur Führung traf. Die Blau-Gelben kamen besser ins Spiel und glichen zwei Minuten später durch einen Handelfmeter zum 1:1 aus. Der TSV hatte die größeren Chancen, doch ein schöner Seitfallzieher von O. Priebe fand nur das Lattenkreuz. Kurze Zeit später landete ein Heber von ihm auf dem Tornetz. Auch der zweite Stürmer Goßlau blieb zunächst glücklos im Abschluss. Nach der Pause drängten die Schliebener mehr auf die Führung und konnten mit einem schönen Spielzug aus der eigenen Abwehr über vier Stationen die Weichen auf Heimsieg stellen. Von Zwanzig über R. Priebe fand der Ball den Weg zu O. Priebe auf links außen, dessen Hereingabe vom einschussbereiten Goßlau zum 2:1 verwandelt wurde. Anschließend boten sich weitere gute Chancen, jedoch blieb man zu unkonsequent vor dem Tor. In der 87. Minute dann die endgültige Entscheidung. Clemens schloss seinen tollen Sololauf mit dem dritten Tor ab und besorgte somit den Endstand. Von den Sonnewaldern kam zu wenig, um die Partie zu ihren Gunsten zu entscheiden. red/UngerFC Bad Liebenwerda - SSV Grün-Weiß Plessa 4:1 (1:1). Zunächst entwickelte sich ein ausgeglichenes und durchwachsenes Spiel ohne große und spannende Szenen. Dennoch gelang dem Gastgeber recht früh die Führung, als ein von Keil Richtung Tor gezogener Ball von einem gegnerischen Spieler über die Linie befördert wurde. Danach aber schlich sich beim FC wieder die altbekannte laxe Spielweise ein, und so kam Plessa zum zwischenzeitlichen Ausgleich. Aus einer defensiven Grundhaltung heraus operierten die Gäste fast die gesamte Spielzeit über mit direkten, langen Pässen auf die beiden schnellen und gewandten Spitzen. Ein Konzept, das so zwar nicht schlecht war, aber eben auch nicht erfolgreich. Die Liebenwerdaer fingen sich recht schnell wieder und übernahmen noch in Hälfte eins die Kontrolle über die Partie, ohne aber Zählbares zu erreichen. Nach dem Wechsel spielte sich der FC richtig frei, bestimmte das Geschehen und zeigte eine gute, sehr geschlossene Teamleistung. Alle Akteure steigerten sich vor allem im Vergleich zur Vorwoche deutlich. Bald fiel die erneute Führung, und es bestand nie die Gefahr, dass diese ernsthaft in Gefahr geraten könnte. Erst die beiden Treffer in den letzten zehn Minuten sorgten für endgültige Klarheit. red/VogelSV Empor Mühlberg II - SV Preußen Biehla 3:2 (1:1). Dominierte Empor die Nachholpartie am Freitag und gewann hochverdient 3:0, entwickelte sich am Samstag ein eher ausgeglichenes Spiel. Und auch wenn es lange nicht so aussah, sollten erneut die Elbestädter triumphieren. Die Begegnung begann optimal für die Gastgeber. Bereits nach drei Minuten lag die Kugel erstmals im Tor, nachdem Florian Beyer die gute Kopfballvorlage von Nico Schreiber verwandelte. In der Folgezeit wurde Sommerfußball präsentiert. Zwar konnte Empor das Geschehen weitestgehend kontrollieren, gefährliche Aktionen gab es keine. Biehla wurde mutiger, und in der 33. Minute zappelte die Kugel im Netz. Michael Nicklisch nutzte seine Freiheiten eiskalt aus, indem er ins rechte untere Eck traf. Nach der Pause mühte sich Mühlberg, die Partie wieder in den Griff zu bekommen, was aber nicht wirklich gelang. Vieles blieb Stückwerk, konstruktive Angriffe waren selten. Genau ins Bild passte der Führungstreffer für Biehla. Gleich drei Mühlberger waren sich am eigenen Strafraum nicht einig, was Sebastian Witschel mit einem Heber zum 1:2 nutzte. In der Schlussviertelstunde erhöhten die Hausherren noch mal den Druck. Auch die Preußen hatte Chancen zur Entscheidung, doch Theo Fiala versagten die Nerven. Dies sollte sich rächen. In der 90. Minute schnappte sich Florian Beyer die Kugel, ließ sich von niemandem mehr stoppen und netzte zum 2:2 ein. Als in der Nachspielzeit ein Querschläger beim freistehenden David Otto landete, blieb der cool und sicherte den Mühlberger Last-Minute-Sieg. red/HerrmannSV Merzdorf/Gröden - SpVgg Finsterwalde 3:1 (2:0). Nach sechs Minuten hatten die Gastgeber die erste Möglichkeit durch einen Freistoß von St. Lorenz. Nur zwei Minuten später gelang Hink ein Sonntagsschuss aus 30 Metern ins rechte Dreiangel. Der Gästetorwart stand etwas zu weit draußen und konnte die Führung nicht verhindern. In der Folge hatte die SpVgg leichte Feldvorteile, erzielte aber kaum Torgefahr. Ganz anders Merzdorf/Gröden. Nach einer halben Stunde zeigte Lorenz auf der rechte Seite eine gute Einzelaktion, die er überlegt mit einem Flachschuss ins lange Eck zum 2:0 abschloss. Kurz darauf scheiterte der Finsterwalder O. Bossing an Lars Thielemann, der den Schuss noch mit dem Fuß an den Pfosten lenken konnte. Zu Beginn der zweiten Hälfte erzeugten die Gäste mehr Druck. Doch dann fiel die Vorentscheidung. D. Baum zog bei einem Konter in den Strafraum und konnte nur durch ein Foulspiel gestoppt werden. Der Schiedsrichter entschied auf Strafstoß, die Finsterwalder diskutierten und deren Kapitän sah Rot. Den Elfmeter verwandelte Lorenz sicher. Nun war alles klar. Die Gäste waren nur noch zu zehnt, und der SV führte 3:0. Aber weit gefehlt. Die SpVgg zeigte Moral und verkürzte in Unterzahl durch M. Baurath (72.). Sie drängte sogar auf den Anschlusstreffer, es kam aber nichts Zählbares mehr heraus. red/Weber