Im Jahr 2010 begann die Etablierung des Traumanetzwerkes Südbrandenburg. Zu den beteiligten Einrichtungen gehören die Klinikum Niederlausitz GmbH, das Carl-Thiem-Klinikum in Cottbus, das Klinikum in Lübben, das Elbe-Elster Klinikum in Elsterwerda, Finsterwalde und Herzberg sowie das Krankenhaus in Forst. Ziel des Traumanetzwerkes ist es, Schwerverletzten rund um die Uhr die bestmögliche Versorgung zu ermöglichen. Jedes Jahr werden etwa 30 schwerverletzte Patienten mit einem Polytrauma im Klinikum Niederlausitz behandelt. Um als Regionales Traumazentrum anerkannt zu werden, musste eine Vielzahl struktureller und fachlicher Anforderungen erfüllt werden. Dazu gehören unter anderem die 24-stündige Aufnahmebereitschaft von Schwerverletzten jeglichen Lebensalters, mit gesicherter Versorgung und einem immer vorhandenen intensiv-medizinischen Bett, die Beteiligung an der fachspezifischen Aus,- Fort- und Weiterbildung und die Teilnahme an klinischen Studien. Für die Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie in Senftenberg bedeutet dies, rund um die Uhr in Bereitschaft zu sein. Das beinhaltet die 24-stündige Verfügbarkeit eines Facharztes für Chirurgie mit der Schwerpunktanerkennung Spezielle Unfallchirurgie. Zudem müssen Fachärzte aus den Bereichen des Klinikums – der Visceral- und Allgemeinchirurgie (Chefarzt Dr. Werner Kärgel), der Anästhesie (Chefarzt Dr. Hartmut Fischer), der Neurotraumatologie (Chefarzt Dr. Ralf Kahl) und der Radiologie (Chefarzt Dr. Hartmut Husstedt) – 24 Stunden verfügbar sein, ebenso wie die Notaufnahme und der OP.

„Wir möchten eine Akutnotfallversorgung auf hohem Niveau langfristig sichern und werden das zukünftig über die Qualitätskontrollen im Traumanetzwerk prüfen. Das schaffen wir nur mit Unterstützung der anderen Fachbereiche und ärztlichen Kollegen im Klinikum sowie den anderen Krankenhäusern der Region“, so Chefarzt Dr. Johannes Boehnke: „Deshalb ist eine gute Zusammenarbeit innerhalb des eigenen Klinikums genauso wichtig wie die gute Kooperation mit den anderen Krankenhäusern.“

Für die Patienten bedeutet die Anerkennung laut Chefarzt Dr. Boehnke, dass sich die personellen, strukturellen und organisatorischen Voraussetzungen der Kliniken der Region angenähert und verbessert haben. Durch die Teilnahme an speziellen Ausbildungsprogrammen wird außerdem eine kompetente Behandlung nach den neuesten Standards garantiert.