Bürgermeister Andreas Claus (parteilos) macht keinen Hehl daraus, dass er fest davon überzeugt ist, den richtigen Weg einzuschlagen. Er ist stolz darauf, dass Uebigau-Wahrenbrück zu den wenigen Kommunen im Brandenburger Süden gehört, die so ein Konzept auf Basis der Förderung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit erstellen lassen können.

Kontinuierlich hat er seit Monaten darauf hingearbeitet. Klimaschutz oder anders gesagt Energieeinsparung und Nutzung erneuerbarer Energien stehen auf dem Aktionsplan des Bürgermeisters von jeher ganz oben. Claus hat sich mit vielen Einzelaktionen in dieser Hinsicht einen Namen gemacht, zum Beispiel dem Repro-Projekt, der Klima akademie und der Schüleringenieursakademie sowie zwei Erneuerbare-Energien-Messen.

Es geht ihm dabei nicht nur um bloße theoretische Erörterungen.

Claus will in erster Linie rein Praktisches für die Stadt und deren Bürger. „So ein Konzept kann vielleicht auch für so manche Idee, die inzwischen reift, die Basis bilden. Wer keins vorweisen kann, bekommt auch keine Modellprojekte gefördert“, argumentiert er für den zuerst einmal recht bürokratischen Schritt. Hauptsächlich gilt es zunächst, Fakten zu sammeln: Wie ist es in Sachen Kohlendioxidausstoß und Energiebilanz um städtische Objekte, die kommunale Straßenbeleuchtung, in Gewerbe- und Handelseinrichtungen sowie Betrieben aber auch in privaten Haushalten bestellt? Davon ausgehend sollen Schlussfolgerungen gezogen werden, wo mögliche Handlungsfelder in Uebigau-Wahrenbrück liegen und was machbar ist.

Claus weiß, dass das beauftragte Kasseler Büro nur dann gute Arbeit leisten kann, wenn es aus Uebigau-Wahrenbrück breite Hilfe erfährt. Er hat deshalb die zurückliegende Beratung der Ortsvorsteher genutzt, um für das Vorhaben zu werben und breite Zustimmung erfahren. Sowohl Vertreter aus den Orten als auch Unternehmer und interessierte Bürger will der Bürgermeister in einem Beirat zusammenbringen, der Mitte Dezember seine Arbeit aufnehmen wird. Außerdem soll Öffentlichkeitsarbeit gemacht werden, „denn das ist kein Verwaltungsprojekt, sondern eins für alle Bürger der Stadt“, bekräftigt Claus.