( ) Jede Abteilung wählt soviel Stadtverordnete als ausgeschieden sind, ohne dabei an die Wähler der Abteilungen gebunden zu sein, jedoch müssen von den zu wählenden Abgeordneten in der 3. Abteilung zwei Hausbesitzer sein. Nicht gewählt werden durften damals: Beamte und Angestellte der Kommunalaufsicht, Gemeindebeamte und Magistratsmitglieder, Geistliche, Kirchendiener und Elementarlehrer, richterliche Beamte, Staatsanwaltschaftliche Beamte, Polizeibeamte. Vater und Sohn sowie Brüder dürfen nicht zugleich Mitglieder der Versammlung sein. Jeder Wähler musste im Wahllokal dem Wahlvorstand laut und deutlich mündlich erklären, wem er seine Stimme gibt. Die Wahlen waren also nicht geheim. Wer die absolute Mehrheit, also über 50 Prozent der Stimmen hatte, galt als gewählt. Ansonsten gab es eine Stichwahl zwischen den beiden ersten Kandidaten.

An 7. November tagten indes die alten Stadtverordneten noch einmal und berieten über 22 Tagesordnungspunkte. Darunter so wichtige Dinge, wie Stadtforst-Hauungsplan, Entfernen von Bäumen am Roßplatz und zurückstellen der Plasterung der Mittelstraße und des Kochsdorferweges.

Dann folgte der erste Bericht von einem Fußballspiel. Die Jugendmannschaft des Turnvereins 1862 verlor gegen „Preußen“ 3:1. Wenigstens gab es noch einen Kommentar: Das Spiel bot einige spannende Momente.

Nach dem bereits beschriebenen neuen Konzept und den modernen Maschinen der Saebisch´schen Firma folgte: Zu Ostern stelle ich in meiner Setzerei und Druckerei einige Lehrlinge ein. Meldungen unter Vorlage von Schulzeugnissen etc. erbeten. C. F. Saebisch.

Nicht fehlen durfte das Wetter im November. Diesmal war es nach den Mondvierteln gegliedert. 6. November (Vollmond) – Schnee und Kälte; 13. November – trübes Wetter, gelinde; 20. November – Kälte, Nebel; 29. November – Schnee und Wind.

Die Spremberger Gastwirte veröffentlichten eine gemeinsame Anzeige, in der sie daraufhin wiesen, dass infolge der allgemeinen Teuerung ein kleiner Preisaufschlag auf Speisen und Getränke erhoben werden muss. Der Biersteuerschock zeigte also noch Wirkung. Damals hatten die Spremberger Vereine die Offenlegung der Kalkulationen durchgesetzt. Witz. Vor Gericht. Präsident: „Der Angeklagte wird zu lebenslänglichem Zuchthaus verurteilt.“ Angeklagter. „Aber Herr Präsident, ich – “ Präsident: „Schweigen Sie, sonst setze ich Ihrer Strafe noch vier Jahre zu.“