Verbraucher erwarteten bei der Bezeichnung „Schweinebraten“ ein „im natürlichen Zusammenhang belassenes“ Stück Fleisch – und nicht eines, das aus mehreren Stücken zusammengeklebt werde. Entsprechend sei die Bezeichnung tatsächlich irreführend (Az.: VG 14 K 43.09).

Das Berliner Unternehmen verwendet Schweinefleisch-Stücke und spritzt Kochsalz-Lake hinein. Danach wird das Fleisch laut Gericht getumbelt – das heißt, für mehrere Stunden gewälzt. Danach ist es zarter, zugleich setzt es Eiweiß frei. Anschließend gart das Unternehmen die Fleischstücke in einer Dose, wobei sie sich dank des Eiweißes verbinden. Zum Schluss wird das Fleisch in Scheiben geschnitten und für Fertiggerichte verwandt.