Prognosen für die Entwicklung der Kinderzahlen in den Kitas zu erstellen, gleicht dem berühmten Blick in die Kristallkugel. Jugend- und Sozialdezernent Carsten Saß (CDU) weigerte sich jedenfalls im Jugendhilfeausschuss konsequent, in die Rolle des Wahrsagers zu schlüpfen. Heidrun Trautmann hatte wissen wollen, wie denn der Landkreis mit dem Rechtsanspruch auf einen Kitaplatz ab null Jahre von 2013 an umgehe. „Viele Kommunen gehen davon aus, dass die Kinderzahlen in den Kitas explodieren werden“, so das Mitglied des Jugendhilfeausschusses. Heidrun Trautmann arbeitet in der Lübbener Kita „Gute Laune“ und weiß, wovon sie spricht. „Wir reden über ungeborenes Leben“, entgegnete Carsten Saß. Ausgehend davon, „dass wir im Landkreis bereits eine relativ hohe Betreuungsquote auch bei den Null- bis Dreijährigen haben, und davon, dass es nicht gleich 100 Prozent der Eltern sein werden, die ihr Recht in Anspruch nehmen werden, rechnen wir eher konservativ“. Korrekturen könnten allerdings nicht ausgeschlossen werden bei der Schätzung, wie viel Geld der Landkreis vor diesem Hintergrund von seiner Seite für die künftige Kita-Betreuung bereitstellen will.

Die Zahl der Geburten hänge zudem von der wirtschaftlichen Entwicklung ab und könne sich in Lübben ganz anders entwickeln als in Schönefeld.