Eltern sollten mit Kindern darüber sprechen, wie Werbung im Internet funktioniert. Denn die bunten Anzeigen mit Musik und Animationen sind für jüngere Surfer unter zehn Jahren oft zu viel, warnt die Initiative "Schau hin! Was dein Kind mit Medien macht". Die Experten berufen sich dabei unter anderem auf eine Studie der Landeszentrale für Medien und Kommunikation (LMK) Rheinland-Pfalz: Für viele Kinder ist es demnach sehr schwer, Werbung und redaktionelle Inhalte im Internet zu unterscheiden. Außerdem gehen sie oft sehr freizügig mit persönlichen Daten um, um zum Beispiel an Onlinespielen teilnehmen zu können oder um in Sozialen Netzwerken aktiv zu sein.

Werbung lässt sich oft mit technischen Hilfsmitteln ausblenden, etwa über Jugendschutzprogramme oder Werbeblocker für den Browser. Weil die Helfer aber nicht sicher alle Werbefallen erwischen, brauchen Kinder am Anfang trotzdem ein paar Erläuterungen. Dazu gehört zum Beispiel, dass vermeintliche Gratis-Angebote längst nicht immer tatsächlich kostenlos sind. Außerdem sollten Nachwuchssurfer wissen, dass sie bei verlockenden Gewinnspielen nicht einfach ihren Namen, die Anschrift oder die Handynummer eingeben dürfen. Es eignen sich auch nicht alle Suchmaschinen für Kinder, da jene oft auch Inhalte liefern, die nicht für Kinder geeignet sind. Hier sollten Erwachsene entweder selbst die Suche durchführen oder es sollte eine spezielle Suchmaschine für Kinder verwendet werden.