Damit verurteilte das Finanzgericht Rheinland-Pfalz eine Familienkasse dazu, das Kindergeld bis zum Ende des Semesters, in dem die Exmatrikulation beantragt wurde, weiter zu zahlen (Az.: 2 K 2214/05).
Im konkreten Fall hatte der Sohn der Klägerin sein Universitätsstudium abgebrochen. Die Klägerin teilte der Familienkasse mit, dass ihr Sohn bis zum 31. März studiert habe und seit 1. April arbeite. Die Familienkasse strich das Kindergeld bereits für den Monat März, da der Antrag auf Exmatrikulation schon am 14. Februar gestellt worden sei und der Sohn damit klargemacht habe, dass er sein Studium nicht beenden will. Mit Ende der Berufsausbildung gebe es aber auch kein Kindergeld mehr.
Die Richter ließen das nicht gelten. So lange "ein Ausbildungsabschnitt tatsächlich absolviert werde", also der Sohn Vorlesungen, Seminare oder andere Studienveranstaltungen besucht, sei ein Kind in Berufsausbildung. () (ddp.djn/sh)