Sinnvoller sei es, Kinder vergessene oder verlegte Gegenstände selbst suchen zu lassen, sagt Diplom-Psychologe Hermann Scheuerer-Englisch von der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung. Die Eltern sollten ihren Nachwuchs zumindest mithelfen lassen. "Alle Kinder lernen, auf ihre Dinge aufzupassen und eine gewisse Ordnung zu entwickeln. Aber sie sind dabei unterschiedlich schnell", sagt der Psychologe.

Etwa ab dem zweiten Lebensjahr können Kinder langsam lernen, auf ihre Sachen achtzugeben. Dabei helfen Regeln, etwa die Spielsachen immer wieder an den gleichen Platz zu räumen. Eltern sollten aber bedenken, dass Kinder neugierig und leicht abzulenken sind. Ordnung halten hat für sie nicht Priorität, so Scheuerer-Englisch.