"Oft geben sich Täter in Chatrooms oder in sozialen Netzwerken gegenüber Kindern und Jugendlichen als Gleichaltrige aus, um ihr Vertrauen zu erschleichen." Täter würden häufig einen Gesprächsbeginn "ganz bewusst unverfänglich gestalten und ihre minderjährigen Chatpartner beispielsweise nach deren Hobbys fragen". Die Möglichkeit des Internets, anonym zu bleiben und sich falsche Identitäten zu geben, spiele Tätern dabei in die Hände, so Biwer.

"Kinder befinden sich in einer Phase, in der sie geformt werden, wichtige Lebenserfahrung machen und besonders schutzbedürftig sind. Leid, das ihnen in dieser wichtigen Entwicklungsphase zugefügt wird, kann zu massiver Traumatisierung führen", warnt Biwer.

Der Weiße Ring appelliert deshalb an Eltern, mit ihrem Nachwuchs frühzeitig über Gefahren im Internet zu sprechen. Im Verdachtsfall sollten Eltern immer umgehend die Polizei einschalten.