Sie wurde in Celle geboren und wuchs dort mit zwölf Geschwistern und ihren Eltern in einer Dreizimmerwohnung auf. Ihre kurdischen Eltern waren streng gläubige Yeziden. „Manche sagen auch Teufelsanbeter“, erläuterte die Angeklagte. Sie sei vor einer drohenden Zwangsheirat geflohen. Der Frau wird vorgeworfen, 2005 und 2011 ihre zwei neugeborenen Töchter umgebracht zu haben.

Keine schnelle Anklage gegen Autobrandstifter

Nach der Festnahme eines Berliner Serien-Autobrandstifters ist nicht mit einer schnellen Anklage zu rechnen. Zunächst müsse jede gestandene Brandstiftung des 27-Jährigen mit Beweisen und den Tatorten abgeglichen werden, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Montag. Geprüft werde auch, ob er für weitere Brandstiftungen verantwortlich ist. Die Polizei hatte den Mann am Freitag gestellt, nachdem Bilder von Videokameras an einem U-Bahnhof die Ermittler auf seine Spur gebracht hatten. Er gestand, zwischen Juni und August dieses Jahres 67 Autos angezündet zu haben. Gegen ihn wurde Haftbefehl wegen schwerer Brandstiftung erlassen. Indes wurde in der Nacht zum Montag erneut ein Auto angezündet. In Lichtenberg brannte ein Fahrzeug vollständig aus.

Mord an Schwangerer mit 165 Messerstichen

Wegen der Ermordung einer hochschwangeren Frau mit 165 Messerstichen sollen zwei junge Männer nach Willen der Staatsanwaltschaft für zehn Jahre ins Gefängnis. Die Anklagevertretung forderte im Prozess vor dem Landshuter Landgericht am Montag die Jugendhöchststrafe für die 19 und 21 Jahre alten Männer, wie ein Gerichtssprecher mitteilte. Bei dem jüngeren der beiden Männer handelte es sich um den werdenden Kindsvater. Sein Verteidiger plädierte für eine Strafe von unter zehn Jahren, wie es weiter hieß. Der Anwalt des zweiten Angeklagten forderte Freispruch für seinen Mandanten. Das Urteil soll am Mittwoch gesprochen werden.

Fahrer von eigener Zigarettenglut getroffen

Ein Autofahrer in Bochum wurde laut Polizei am Montag vorsorglich ins Krankenhaus gebracht, nachdem ihm während der Fahrt die Glut seiner eigenen Zigarette ins Gesicht geflogen war – und er deswegen einen Unfall baute. Der rauchende 38-Jährige hatte demnach auf der Fahrt die Asche seiner Zigarette aus dem Schiebedach geschnippt. Die Glut flog mitten in sein Gesicht zurück, wodurch der Fahrer die Kontrolle über den Wagen verlor und einen geparkten Pkw rammte. Dann überschlug sich sein eigenes Auto und blieb auf dem Dach liegen. Während der 38-Jährige laut Polizei mit „ein paar kleinen Kratzern“ davonkam, dürfte bei dem Unfall ein Blechschaden von mehreren Tausend Euro entstanden sein.