Ein Ehepaar aus Minden hatte nach einem Überspannungsschaden die Reparaturkosten von 4500 Euro vom heimischen Versorger einklagen wollen. Ein auf seinem Grundstück vor ungefähr 20 Jahren verlegtes Niederspannungskabel war unbemerkt beschädigt worden. Dadurch sei es zu einer Nullleiterunterbrechung gekommen, die den Schaden im Zusammentreffen mit einem Kurzschluss ausgelöst hatte, berichtete ein Gerichtssprecher.

Das OLG wies wie bereits das Landgericht Bielefeld die Klage ab. Der Betreiber sei zwar verpflichtet, das Netz sicher zu betreiben und zu warten. Die Pflicht bestehe aber nur, soweit dies wirtschaftlich zumutbar sei. Ein Freilegen der Kabel für eine Kontrolle sei nicht zumutbar.