Im Regenbogensaal des Piccolo-Theaters herrschte Ordnung. Zur Premiere saßen Kinder unten auf Bänken, die Eltern oben auf Stühlen – damit die Kleinen besser sehen können. Einige Kinder waren von dieser Sitzordnung nicht begeistert. Ein Junge drehte sich um und rief in den dunklen Zuschauersaal: „Papi, ich will zu dir kommen. Ich habe Angst ohne dich.“ Eine tiefe Männerstimme rief zurück: „Nun sei doch kein Angsthase.“

Wie passend, denn wenige Minuten später wurde auf der Bühne das Puppenspiel „Der kleine Angsthase“ nach einer Geschichte der Kinderautorin Elizabeth Shaw aufgeführt.

Steffi hat vor nichts Angst. Sie findet Gewitter toll, möchte im Dunkeln schlafen und freut sich über einen Stromausfall. Ihr Papa ist ein Angsthase und krabbelt am Liebsten zu Steffi ins Bett. Sie macht sich einen Spaß daraus, ihren Papa immer wieder zu erschrecken. Erschöpft von den unzähligen Angstattacken schläft er mit Steffis Stoffhasen Werner im Arm ein und fängt an zu träumen.

Im Traum ist der Hase Werner lebendig und hat vor allem Angst. Am Liebsten spielt er mit dem kleinen Ulli, der zwar kindisch und anstrengend ist, ihn aber wenigstens nicht wie die anderen Hasen „kleinen Angsthasen“ nennt. Doch plötzlich wird Ulli von einem Fuchs gepackt. Werner rettet ihn und schlägt den bösen Fuchs in die Flucht.

Kitty Schulz (5) hat für ihr Bild vom kleinen Angsthasen den ersten Preis im Malwettbewerb gewonnen. Vom Puppenspiel ist sie begeistert. „Am Besten hat mir gefallen, dass der Hase mit dem Fuchs gekämpft hat.“

„Der kleine Angsthase“ ist Mittwoch, Donnerstag und Freitag jeweils um 9.30 Uhr zu sehen. Karten unter Telefon 0355 23687