Darüber berichtet die Deutsche Gesellschaft für Reiserecht in ihrer Zeitschrift "Reise-Recht aktuell".

Geklagt hatte eine Reisende, die bei der Reederei eine Kreuzfahrt gebucht hatte. Vier Tage nach der Abfahrt verlor sie auf dem schwankenden Schiff auf dem Weg von der Toilette in die Kabine den Halt und stürzte über eine Stufe. Der Schiffsarzt diagnostizierte Prellungen, ihr Hausarzt später auch einen doppelten Beckenbruch.

Dennoch sei die Klage unbegründet, stellte das Amtsgericht klar. Die Reederei habe weder die Verpflichtung, Haltegriffe anzubringen, noch die Kabine so zu konstruieren, dass zwischen ihr und der Nasszelle keine Stufe vorhanden ist. Jedem Passagier müsse klar sein, dass das Schiff schwanken kann. Die Klägerin habe außerdem nach vier Tagen in der Kabine von der Stufe wissen müssen.