Jedes Gerät kam bei jeder Person sechsmal zum Einsatz, insgesamt also 192-mal. Das Ergebnis, neunmal “gut„ und dreimal “befriedigend„, kann sich sehen lassen, ebenso Handhabungen und Gebrauchsanleitungen. Mitunter sorgen kleine Tasten, ein schwacher Kontrast der Anzeige oder kleine Schrift in der Anleitung für milde Kritik. Zwischen den Handgelenk- und Oberarmgeräten gibt es kaum Qualitätsunterschiede.

Die Testsieger. Das Beste ist das Handgelenkgerät Panasonic EW-BW 10 für 36 Euro. Günstigstes gutes Oberarmgerät mit guter Messgenauigkeit ist Aponorm Basis Plus für 60 Euro. Die ebenfalls guten Blutdruckmesser von Hartmann Tensoval duo control für 80 Euro und Homedics Thera P für 90 Euro ermitteln die Werte mit zwei Messmethoden. Sie bieten sich an für Patienten mit Herzrhythmusstörungen. Der günstigste Blutdruckmesser im Test ist das Sanitas-Handgelenkgerät für 17 Euro mit “befriedigend„.

Die Spitzenreiter überzeugen mit guter Messgenauigkeit, zuverlässiger Wiederholgenauigkeit und hoher Fehlertoleranz am Simulator. Dieser “künstliche Arm„ simuliert die Druckschwankungen der Arterien. Solche technischen Messungen ergänzen die Blutdruckmessungen an Menschen. Sie zeigen, ob die Geräte zum Beispiel auch bei nachlassender Batteriespannung, undichter Manschette oder extrem hohem Blutdruck zuverlässig und konstant funktionieren.

Oberarm- oder Handgelenkgerät? Sie funktionieren im Prinzip gleich. Allerdings müssen die kompakten Handgelenkgeräte anatomische Besonderheiten bewältigen. So können unterschiedlich starke Sehnen und Knochen des Unterarms die Messung behindern. Auch bei Patienten mit verhärteten, unelastischen Adern - Diabetikern oder Herzkranken - kann die Messung am Handgelenk erschwert sein.

Vergleichsmessung empfohlen. Da die Gefäßeigenschaften von Mensch zu Mensch unterschiedlich sind, sollte vor der regelmäßigen Nutzung eines Blutdruckmessgeräts eine Vergleichsmessung mit einem geeichten Gerät gemacht werden: beim Arzt, im Sanitätshaus oder in einer Apotheke. pm/gzn

Zum Thema:

Blutdruckmessgeräte messen die Druckschwankungen in den großen Arterien auf der Innenseite des Arms. Daraus errechnen sie den Blutdruck. Allerdings ermitteln sie die korrekten Werte nur auf Herzhöhe. Sinkt das Handgelenk nur zehn Zentimeter unter Herzhöhe, steigen die Werte um sieben mmHg (Millimeter Quecksilbersäule). Stützen Sie den Arm ab oder legen Sie den Daumen an das Schlüsselbein der anderen Körperseite. Beim Oberarmgerät befindet sich die Manschette von vornherein auf Herzhöhe. Den Arm entspannt auf einen Tisch ablegen. Wichtig: Kommen Sie zuvor einige Minuten zur Ruhe, beim Messen nicht sprechen und bewegen, raten die Experten von Stiftung Warentest.